Kerkrade - Euriade-Festival: Das gewisse Etwas

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Euriade-Festival: Das gewisse Etwas

Von: js
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Er eröffnet die Euriade: der russische Pianist Alexander Melnikov.

Kerkrade. Dieses Festival hat das gewisse Etwas. Und in der 34. Saison spiegelt es seine Besonderheit – wie gewohnt philosophisch – gleich im Motto: „Charisma“ lautet das Thema, das die Euriade vom 27. Oktober bis zum 28. November mit verschiedenen Veranstaltungen in Kerkrade, Heerlen und Herzogenrath beleuchten möchte.

Eine Reihe von Menschen mit solch außergewöhnlicher Ausstrahlung treten beim internationalen Kultur- und Wissenschaftsfestival auf, kündigt Euriade-Intendant Werner Janssen an.

Ein großer Charismatiker sei der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Der 86-Jährige erhält für sein Lebenswerk am Freitag, 15. November, in Kerkrade die Martin-Buber-Plakette der niederländisch-deutschen Stiftung Euriade. Sie ist benannt nach dem Philosophen Martin Buber (1878-1965) und erinnert an sein „dialogisches Prinzip“ der Mitverantwortung. Die Laudatio auf den FDP-Politiker wird der frühere niederländische Ministerpräsident Dries van Agt halten. Noch ein Charismatiker, meint Janssen.

Mit beiden Politikern werden rund 80 junge Menschen aus 13 Ländern – von Israel bis Südafrika – diskutieren, denn die Projektwoche „Jugend im Dialog“ soll das Festival wieder auf besondere Art beleben. Ihnen möchte der Philosophie-Professor Janssen durch zahlreiche Begegnungen im Dreiländereck auch eine Botschaft mit auf den Lebensweg geben: „Wenn Du genauer hinsiehst, erkennst Du die Kraft und Seele in jedem Menschen.“

Jeder ist also im Grunde eine charismatische Persönlichkeit? Darüber lässt sich beim Festival trefflich nachdenken. Etwa in der Ausstellung zum 85. Geburtstag des Künstlers Antonio Máro: Rund 30 seiner Gemälde sind ab Sonntag, 10. November, 11 Uhr, im Kreuzgang der Abtei Rolduc in Kerkrade zu sehen. „Seine Bilder haben alle eine von der Wärme der Erde und dem Licht des Himmels geprägte Ausstrahlung“, findet Janssen.

Eröffnen wird die Euriade der russische Pianist Alexander Melnikov am Sonntag, 27. Oktober, um 15 Uhr im Theater Heerlen. Auf seinem Programm stehen Werke von Schubert, Brahms, Scriabin und Prokofiev. Zu Beginn wird eine weitere Auszeichnung verliehen: Bas Schoonderwoerd, seit 1994 Direktor der Parkstad Limburg Theater, erhält die Euriade-Ehrennadel.

Es folgen weitere Konzerte – zum Beispiel mit jungen preisgekrönten Pianisten auf Burg Rode in Herzogenrath (13. November, 19 Uhr) oder der Capella Aquisgrana in der Abtei Rolduc (14. November, 19 Uhr). Dort wird noch eine zweite Euriade-Ehrennadel verliehen: an den Unternehmer Walther Janssen – der nicht verwandt ist mit Werner Janssen, betont der Euriade-Intendant. Er unterstütze das Festival und seine ehrenamtlichen Mitarbeiter ideell und finanziell. Und sorgt damit also auch für dessen besondere Ausstrahlung.

Tickets und Informationen im Euriade-Sekretariat: 0031/ 45/5717581.

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