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Euregio-Kunsthäuser ziehen an einem Strang

Von: Eckhard Hoog
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Sie gab den Anstoß zur Vernetzung der euregionalen Kunsthäuser: Brigitte Franzen, Direktorin des Ludwig Forums. Foto: A. Herrmann

Aachen. Die Kunstmuseen der Euregio gehen in die Offensive und vernetzen sich. Was unter der schlichten Devise „Einfach pragmatisch anfangen“ gerade begonnen hat, soll im besten Falle zukünftig in gemeinsame Projekte münden, zunächst aber erst einmal die Aufmerksamkeit des Publikums auf das reiche Angebot zeitgenössischer Kunst im Dreiländereck lenken.

Brigitte Franzen, Direktorin des Aachener Ludwig Forums, hatte die Idee: ein dezentrales Netzwerk der Kunsthäuser in der Euregio aufzubauen. Sie stieß bei den Kollegen sogleich auf Begeisterung. Auslöser war die Manifesta im vergangenen Jahr in Genk und der Gedanke, die Besucherströme zu dieser Kunstbiennale auch zu den anderen Museen ringsum umzuleiten. Zwei Instrumente helfen dabei und werden als regelrechte gemeinsame Werbekampagne weiter ausgebaut: eine Broschüre und ein Internetauftritt www.verycontemporary.org. Hier finden sich auf einer Karte der Euregio die beteiligten Institute mit aktuellen Informationen über ihre Programme: Z33 in Hasselt, Schunck in Heerlen, Marres – Centre for Contemporary Culture und Bonnefantenmuseum in Maastricht, Ludwig Forum und Neuer Aachener Kunstverein in Aachen. Hinzu kommen in Kürze das Museum Het Domein in Sittard, das Leopold-Hoesch-Museum in Düren und das Ikob Museum für zeitgenössische Kunst in Eupen.

Ein Förderantrag bei der Regio Aachen liegt vor, positive Signale sind bei Brigitte Franzen bereits angekommen. Bislang steuern die beteiligten Museen zur Finanzierung des Projekts jeweils einen Sockelbetrag aus ihren Etats bei. Man hat sich wiederholt getroffen, Informationen über Programme und Pläne ausgetauscht. Die Infos sollen nun über die Kanäle Internet und Broschüren breit in den Tourismusbereich über Agenturen und Hotels eingespeist werden.

„Wir liegen ja alle recht nah beieinander“, meint Brigitte Franzen. „An einem Wochenende lassen sich gut und gerne drei bis vier Häuser besuchen.“ Aus dem „pragmatischen Start“ über die Info-Kanäle sollen organisierte Tour-Angebote und schließlich auch gemeinsame Ausstellungsvorhaben erwachsen – die allerdings eine ordentliche Vorlaufzeit haben werden. Spätestens 2018, im Kulturhauptstadtjahr, soll ein repräsentatives Projekt auf den euregionalen Beinen stehen. Leichter zu realisieren ist erst einmal etwa der Austausch von Rahmenprogrammen, zum Beispiel das „Weiterreichen“ bekannter Gäste an eine weitere Adresse des Kunst-Netzwerks „verycontemporary“ .

www.verycontemporary.org

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