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Die Stahlfabrik wird zum Tanz-Spielplatz

Von: Eckhard Hoog
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Ein Höhepunkt des 16. Schrittmacher-Festivals: das Gastspiel von Carolyn Carlson am 22. Februar im Theater Heerlen.

Aachen. Noch internationaler, noch körperlicher, noch innovativer - die 16. Ausgabe des Aachener Tanzfestivals „Schrittmacher” im nächsten Jahr soll an Qualität und Entdeckungswert alle bisherigen Veranstaltungen übertreffen.

Festivalleiter Rick Takvorian, zugleich Veranstaltungsmanager der Stadt Aachen, gab am Mittwoch einen verheißungsvollen Ausblick auf die Begegnung mit elf Kompanien aus Italien, Kanada, Deutschland, Kuba, Frankreich, USA, den Niederlanden, Belgien und Norwegen, die sich ab 4. Februar bis zum 7. April in Aachen und Heerlen ein Stelldichein geben.

Das Theater Heerlen ist wieder Partner der „Schrittmacher”, sechs der insgesamt elf Produktionen sind ab 22. Februar hier zu erleben. Die führende Diva des Modern Dance, Carolyn Carlson aus den USA, besorgt dort den Auftakt mit ihrer Kompanie und drei Choreographien - eine davon stammt von der langjährigenden Tanzpartnierin Pina Bauschs, Malou Airaudo.

Die größte „Innovation” des 16. Schittmacher-Festivals besteht darin, dass der Aachener Anteil am Programm erstmals nicht im Ludwig Forum stattfindet, sondern in einem Raum der Fabrik Stahlbau Strang (Philipsstraße 2) im Ostviertel der Stadt. Das Ludwig Forum steht diesmal nicht zur Verfügung, weil es im März sein 20-jähriges Bestehen in der großen Halle mit der Ausstellung „Hyperrealismus” begehen wird, die einen großen Aufbau-Aufwand mit sich bringt.

Zu wenig Platz im „space”

Das mögliche Ausweichquartier „space”, der Theatersaal im Untergeschoss des Ludwig Forums, bietet allenfalls Platz für 170 Zuschauer - zu wenig. So konnte Takvorian mit seinem Kulturbetriebs-Team, wenn auch unter erheblichen logistischen und technischen Schwierigkeiten, aus der Not eine Tugend machen und das Festival „umpflanzen” - mit dem vorteilhaften Ergebnis, dass die Stahlfabrik mindestens 400 Tanzfreunde pro Abend aufnehmen kann und der lichte Raum in Höhe und Weite technisch weitaus bessere Voraussetzungen bietet als das Ludwig Forum. Nun hoffen die „Macher”, dass das Publikum den neuen „Spielplatz” auch annehmen wird, damit womöglich die Zahl der 6000 Zuschauer von 2009 noch übertroffen wird.

Aachens Kulturdezernent Wolfgang Rombey und der Direktor des Heerlener Theaters, Bas Schoonderwoerd, jedenfalls sind zuversichtlich und freuen sich besonders auch über diesen internationalen Aspekt des Festivals: die gelungene grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die Erfahrung des letzten Jahres habe gezeigt, dass die Tanzfreunde die Spielstätten in Aachen und Heerlen gerne wechselseitig besucht haben.

Das ausgewogene Programm bietet Arriviertes und Renommiertes wie das Nederlands Dans Theater ebenso wie spannende Entdeckungen zum Beispiel mit der Rubberband Dance Group aus Kanada ( 11., 12. und 13. Februar in Aachen), die seit 2002 die Szene in Montreal gehörig aufmischt, und der kubanischen Kompanie Danz-

Abierta mit ihrem ganz frisch in der Karibik preisgekrönten Stück „MalSon”.

„Just dance!” lautet der Titel des 16. Schrittmacher-Festivals, was soviel heißen soll wie: Tanz mit allen Reizen - körperlich, aggressiv und visuell attraktiv angereichert mit Projektionen und viel Lichtzauber.

Das Programm: Spellbound Dance Company (Italien), 4., 5., 6. Februar, Aachen; Rubberband Dance Group (Niederlande), 11., 12., 13. Februar, Aachen; Otra Danza (Spanien), 17., 18. Februar, Aachen; Fabien Prioville Dance Company (Deutschland/Frankreich), 20., 23. Februar, Aachen; DanzAbierta (Kuba), 25., 26., 27. Februar, Aachen; Company Carolyn Carlson (Frankreich/USA), 22. Februar, Heerlen; Nederlands Dans Theater (Niederlande), 2. März, Heerlen; Gotra Ballet (Niederlande), 11., 12. März, Heerlen; Ann van den Broek (Belgien), 23. März, Heerlen; Jo Stromgren Kompani (Norwegen), 24. März, Heerlen; Nanine Linning (Deutschland), 7. April, Heerlen.

Das Fünfer-Abo (Veranstaltungen frei wählbar) kostet 65, das Sechser-Abo 80 Euro; Einzelpreise: zwischen 15 und 21 Euro.
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