Pride Freisteller

Die Songs treffen mitten ins Herz

Von: Susanne Schramm
Letzte Aktualisierung:
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Jonathan Vandenbroeck ist sein bürgerlicher Name: Als Milow ist er international bekannt. Jetzt gab er in Köln das erste von vier kleineren Club-konzerten, die allesamt ausverkauft sind. Foto: Thomas Brill

Köln. Eigentlich heißt er Jonathan Vandenbroeck – doch als Sänger und Songwriter tritt der Belgier unter dem Namen Milow auf. Im Kölner Gloria-Theater gab er jetzt das erste von vier Konzerten an vier Abenden hintereinander. Auf seiner „Less Is More“-Tour beschränkt er sich auf kleine Clubs und eine sehr überschaubare Besetzung.

Unterstützt wird er nur von einem weiteren Gitarristen, der auch Mundharmonika spielt, und einem Keyboarder. Das schafft eine wunderbar kuschelige, sehr intime Atmosphäre und den perfekten Rahmen für einen Reigen aus neuen und alten Songs.

Das Programm wechselt

Dessen Zusammenstellung – auch das ist eine Besonderheit der „Less Is More“-Konzertreihe – wechselt allabendlich. Dass Milow zudem auch gerne Geschichten erzählt, macht ihn noch mehr zu einem Star, der es versteht, Nähe zu seinen Fans zu schaffen. Nicht erst, wenn er ganz zum Schluss von der Bühne hinuntersteigt und sich mit seinem Gitarristen zwischen die Reihen derer platziert, die im vorderen Bereich des teilbestuhlten Saals sitzen. Sein „Ayo Technology“ unplugged, mit Verve und Timbre vorgetragen, derweil der Rauch der (illegal importierten) Wunderkerzen noch in der Luft liegt, sich die Spiegelkugel unter der Decke behäbig im Licht dreht und die Mädchen allesamt Sirup-augen bekommen, ist der unbestrittene Höhepunkt eines Abends, der auch sonst – mit Stücken wie „She Might She Might“, „One Of It“, „You Don‘t Know“ oder dem grandiosen (und leicht abgeänderten) „Born In The Eighties“ – sogar Männer reichlich dafür entschädigt, sich nicht rechtzeitig verdrückt zu haben. Noch mehr Herz geht nicht.

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