Das passt: „M&M” mit dem Sinfonieorchester

Von: Pedro Obiera
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Aachen. Der Erfolg des zweiten Aufeinandertreffens von „M&M” scheint die Hoffnung zu bestätigen, dass die Sonderkonzerte des Aachener Sinfonieorchesters in der Ausstellungshalle der Mercedes-Benz-Niederlassung an der Aachener Gneisenaustraße zu einer dauerhaften Freundschaft zwischen „Mozart und Mercedes” führen können.

Zwei Nobelmarken ihres Metiers, die sich beide wohl in der Halle fühlen dürften. Denn akustisch eignet sich der Raum erstaunlich gut für die transparenten Klänge des Salzburger Meisters.

Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch machte zu Beginn des ausverkaufen Konzerts mit der Ouvertüre zum „Don Giovanni” klar, was den Besucher der kompletten Oper im Januar erwarten wird. Ein „Don Giovanni” unter Starkstrom, mit scharfen Akzenten, einer minutiös austarierten Dynamik und dennoch einer biegsamen Beweglichkeit, die einen spannenden Opernabend zu versprechen scheint.

Und es adelt Boschs Orchesterarbeit, dass die Aachener Sinfoniker selbst Spitzenanforderungen, wie sie im letzten Jahr die „Jupiter”-Symphonie und heuer die ebenso berühmte Symphonie in g-Moll KV 550 abverlangen, mit einer technisch wie klanglich exzellenten Akkuratesse und einem ansteckenden inneren Engagement erfüllen können. Eine hellwache Interpretation ohne jeden Spannungsabfall, im Detail wie im Gesamtaufriss in sich stimmig.

Als Solist konnte der junge Fagottist Christian Kunert gewonnen werden, ein herausragendes Talent, das sich Mozarts Fagott-Konzert stellte. Eine dankbare Aufgabe für jeden Fagottisten, der auf sich hält, auch wenn das spielfreudige Werk die tiefen Dimensionen der besten Solokonzerte Mozarts nicht ganz erreicht. Die heiklen Läufe und Akkordkaskaden brachten den Musiker nicht im Geringsten in Verlegenheit, so dass der warme runde Ton des Instruments auch in den virtuosesten Passagen zu seinem Recht kam.

Ein kurzes, aber gehaltvolles Programm, dem, wer wollte, unter dem Motto „Mozart, Pasta, Hummer” noch ein kulinarischer Genuss mit dem Meisterkoch Christof Lang folgte.
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