bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Dacapo für den dunklen Ritter

Von: Susanne Schramm
Letzte Aktualisierung:
Nein, er singt nicht: „Batman
Nein, er singt nicht: „Batman Live” ist kein Musical, sondern ein buntes Stunt-Spektakel mit 3D-Projektionen und Zirkus-Elementen. Foto: dapd

Köln. Bis Bruce Wayne sich gegenüber Dick Grayson outet - „Ich bin Batman!” - vergehen 84 Minuten, die Pause inklusive. Das Publikum weiß natürlich schon die ganze Zeit, dass der schnieke Millionär ein Doppelleben führt und sich allnächtlich in der Bathöhle in den Verbrecherjäger mit dem Fledermauskostüm verwandelt.

Batman, 1939 von Bill Finger (Autor) und Bob Kane (Zeichner) ersonnen, stand bereits im Mittelpunkt von zehn Spiel-, 13 Zeichentrick- und fünf Kurzfilmen, zehn Serien und 26 Videospielen. Mit „Batman Live” erobert der legendäre Comic-Held nun auch die Arenen. Was bereits in Berlin, Frankfurt, Wien, Hamburg und Hannover über die Bühne ging, hatte nun Premiere in Köln und läuft dort noch bis Sonntag in der Lanxess-Arena.

Um Missverständnisse im Vorfeld auszuschließen: „Batman Live” ist kein Musical. Es wird zwar gesprochen, aber nicht gesungen. Im Zentrum der Produktion, die Elemente von Comic, Zirkus und Videospiel, Pyrotechnik, Zeichentrickfilm und Stunt-Spektakel verwendet, stehen 3D-Projektionen, die die Zuschauer förmlich hineinsaugen in die glitzernden Häuserschluchten von Gotham City, die dunklen Regionen von Arkham Asylum und das magische Rund der Manege von „Halye_SSRqs Circus”.

Temporeich und bonbonbunt

Dennoch bleibt dieses Erlebnis frontal, im bestuhlten Innenraum, über den Köpfen oder im Rücken des Publikums tut sich nichts. „Batman Live” ist ein Dacapo für den dunklen Ritter, indem es bündelt, was sonst über diverse Folgen ausgedehnt werden muss. Batman und sein Helfer Robin bekommen es gleich mit der geballten Liga der Schurken zu tun, vom Joker über den Pinguin bis hin zu Riddler, Catwoman, Harley Quinn und Poison Ivy.

Das Ganze ist temporeich, bonbonbunt und spannend inszeniert. Die Kamerafahrten sind so rasant und halsbrecherisch, dass man meint, in einer Achterbahn zu sitzen. Hinzu kommt ein brachiales Sound-Gewitter (Design: Simon Baker), und die hineinmontierten Originalzeichnungen, etwa von Frank Miller, verleihen der Inszenierung den Charakter einer Collage. Besonders den „großen Jungs” im Publikum gefällt das. Weil es sie an die Zeit erinnert, als kein Wunsch größer war als der, einmal das Batmobil zu steuern.

Karten-Infos für die vier Vorstellungen

Die Show „Batman Live” gastiert noch bis kommenden Sonntag in der Kölner Lanxess-Arena, Willy-Brandt-Platz 3

Vorstellungen: Freitag, 9. März, 19.30 Uhr, Samstag, 10. März, 15 Uhr und 19.30 Uhr, Sonntag, 11. März, 11 Uhr.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert