Aachen - Chordirektor Frank Flade: Aachen ist sein „Sprungbrett”

Chordirektor Frank Flade: Aachen ist sein „Sprungbrett”

Von: Grit Schorn
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Aachen. Nein, auf gepackten Koffern sitzt er noch nicht: Frank Flade verlässt zwar nach dieser Spielzeit das Theater Aachen, um als stellvertretender Chordirektor an der Staatsoper Berlin zu arbeiten, doch in Aachen fühlt er sich noch sehr heimisch. „Vom Wetter mal abgesehen”, schmunzelt Flade.

Der gebürtige Dessauer, Jahrgang 1971, der in seinen sechs Aachener Jahren auch den Kinderchor am Theater aufgebaut hat, freut sich sichtlich, dass er jetzt gemeinsam mit „seinem” Sinfonischen Chor, dem Opernchor und natürlich dem Sinfonieorchester Aachen Haydns „Schöpfung” zu Gehör bringen darf. Und dies auch noch zum 190-jährigen Jubiläum der Gründung des Sinfonischen Chors in Aachen.

Der drittälteste gemischte Laienchor Deutschlands mit etwa 80 Mitwirkenden hat dieser Tage vollen Einsatz: Die Endproben in den Räumen über der Elisabeth-Schwimmhalle sind in vollem Gange. Auch vernetzt mit den Gesangssolisten Eva Bernard, Louis Kim und Pawel Lawreszuk und mit dem Orchester. Am Sonntag wird Haydns Oratorium „Die Schöpfung” in der Kirche St. Peter und Paul in Würselen aufgeführt.

Beruhend auf John Miltons Dichtung „Verlorenes Paradies” (Paradise Lost) schuf der 64-jährige Haydn mit der „Schöpfung” ein völlig neuartiges Musikwerk, das in allen Volksschichten mit Begeisterung aufgenommen wurde. Angeregt dazu wurde Haydn in London durch Händels große Chororatorien.

Flade, Chorleiter mit Dirigentenausbildung, gründete noch während des Studiums in Salzburg die Junge Kammeroper Berlin, die er auch künstlerisch leitete. Viele Stationen, Städte und Aufgaben hat der ambitionierte Musiker hinter sich gelassen, so auch sechs Monate als Gastdirigent in China.

Das Theater Aachen sieht Flade als eine „sehr wichtige Station”, die wohl die Verpflichtung nach Berlin nach sich zog. Er und seine Frau sind gespannt auf Berlin, obwohl Flade erst mal nicht in der Staatsoper Unter den Linden seine Kunst entfalten wird, sondern für die ersten drei Jahre im Schillertheater. Die Staatsoper wird nämlich mit großem Aufwand und 240 Millionen Euro saniert. In Berlin wird ihm sicher die „stets nahe Schwimmhalle” fehlen, wo er in Aachen - wie auch beim Joggen - immer die „innere Balance” wiederfinden konnte.

Aufführung findet am 20. Juni statt

Aufführung am Sonntag, 20. Juni, 18 Uhrin der Kirche St. Peter und Paul, Würselen, innerhalb der Konzertreihe „Messe +”: „Die Schöpfung” von Joseph Haydn. Eintritt: 13 Euro, ermäßigt 7,50 Euro.

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