alemannia logo frei Teaser Freisteller

Anspruchsvolles Programm beim vierten Familienkonzert

Von: Pedro Obiera
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Geilenkirchen. Fest in jugendlicher Hand war das vierten Familienkonzert am Sonntag im ausverkauften Theater Aachen, als man „Flüsse, Seen und Meere“ zum Klingen brachte. Das Jugendsinfonieorchester Aachen gab den Ton an, und auch die Moderation wurde eigenständig von fünf Schülerinnen und Schülern des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula aus Geilenkirchen gestaltet.

Die Erwachsenen – einige Mitglieder des Aachener Sinfonieorchesters sowie als Koordinator Cellist Walter Mengler – hielten sich im Hintergrund. Und Dirigent Mathis Groß, obwohl Vollprofi, ist auch noch nicht allzu lange dem Jugendalter entwachsen.

Im Programm ging es zwar um Gewässer aller Art, man begnügte sich aber nicht mit feuchtfröhlichen Schmankerln, sondern griff zu spieltechnisch sehr anspruchsvoller Literatur, die die etwa 70 Musiker, der größte Teil im Alter von elf bis 20 Jahren, nicht nur mit jugendlichem Elan und viel Spielfreude, sondern auch auf sehr beachtlichen musikalischem Niveau bewältigte.

Und das will schon etwas heißen bei Herausforderungen wie Tschaikowskys „Schwanensee“, aus dem drei Ausschnitte zu hören waren, oder so filigranen Werken wie Mendelssohns „Meeresstille und glückliche Fahrt“ oder zum Abschluss Smetanas „Moldau“. Werke, die viel Feinarbeit erfordern. Schön, dass auch die kniffligen Solo-Stellen – etwa die Oboen-Elegie im „Schwanensee“ - von den jungen Leuten interpretiert und bewältigt wurden. Und die recht präzise Wiedergabe der kniffligen Läufe der Moldau-Quellen zeigte, wie sorgfältig offenbar mit den jungen und engagierten Talenten gearbeitet wird.

Die Moderatoren gaben kurze Einblicke in die Biografien der Komponisten, unterhielten sich mit einigen Musikern über ihre Einstellung zur Musik. Die Musiker durften dabei auch ihre Lieblingsstellen vorstellen. Ausgerechnet der Profi-Oboist erntete einen Lacherfolg, als er eine Passage aus der „Moldau“ als seinen Favoriten angab, „obwohl die Oboe da gar nicht mitspielt“.

Darüber hinaus bereiteten Florian, Vera, Lisa, Mike und Carmen ein „Musik-Memory“ zur „Moldau“ vor, in dem die einzelnen Episoden des Stücks erkannt und in die richtige Reihenfolge gebracht werden mussten. Eine Aufgabe, die die Kinder mit Begeisterung aufgriffen und lösten. Der Schlussbeifall wollte nicht enden, so dass das Orchester den Walzer aus „Schwanensee“ noch einmal wiederholen musste.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert