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„Amadèo“-Klavierwettbewerb: Pianisten kommen aus aller Welt

Von: Thomas Vogel
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Vor zehn Jahren haben sie den Wettbewerb mit aus der Taufe gehoben: Andreas Frölich (r.), Vorsitzender des Vereins Amadèo, und Stellvertreter Ilja Scheps. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Ein Klavierkonzert von Mozart sind im Grunde Zehntausende Klavierkonzerte von Mozart – denn jeder Pianist spielt es auf seine Weise. Wer so eine Aufgabe als junger, professioneller Pianist mit viel Gefühl und Können bewältigt, wer dem Gehör anderer Profis schmeichelt, der hat vielleicht die Chance, den „Prix Amadèo de Piano“ zu gewinnen.

Der Klavierwettbewerb in Aachen feiert mit der aktuellen Ausgabe zehnten Geburtstag. Zum zweiten Mal können auch Amateure in einer eigenen Klasse antreten. In einer Dekade hat er sich von einer kleinen Veranstaltung im Rahmen des Euriade-Festivals in Vaals zu einem international anerkannten Termin für begabte Musiker gemausert. Doch diese zehnte Ausgabe 2014 wird der letzte „Prix Amadèo de Piano“ sein. Für das kommende Jahr haben Andreas Frölich, Vorsitzender des Amadèo-Vereins, und sein Stellvertreter Ilja Scheps eine Zäsur angekündigt.

Die Frage, warum gerade der Aachener Wettbewerb kurz nach der Gründung zu wachsen begann und diesen Kurs bis heute beibehalten hat, beantwortet Frölich aus dem Stegreif: „Unser Erfolgsrezept bestand vor allem aus inhaltlicher Kompetenz und menschlicher Verbundenheit. Die jungen Musiker können hier Preise gewinnen, sie sollen sich aber auch akzeptiert und angenommen fühlen. Die Pianisten werden mit offenen Ohren empfangen.“

Im ersten Jahr haben die beiden Professoren noch Kollegen angerufen, um zu fragen, ob die ihre jungen Studenten zum Wettbewerb schicken würden. Mittlerweile kommen die Teilnehmer aus der ganzen Welt, 80 bis 100 sind es in diesem Jahr.

In Zukunft soll der Wettbewerb unter neuem Namen wachsen. Aus dem „Prix Amadèo de Piano“ wird 2015 die „International Piano Competition Aachen“. Als Veranstaltung im Rahmen des neu gegründeten MozArtè-Festivals bleibt die Verbindung zu Mozart erhalten. Ein Ziel von Frölich und Scheps ist es, höhere Preisgelder anbieten zu können und sich so den großen Wettbewerben der Welt weiter anzunähern. Aktuell gibt es 3000 Euro für den ersten Platz, fünfstellig will man werden. Deshalb freuen sie sich ausdrücklich über Sponsoren und neue Mitglieder im Verein Amadèo.

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