Maastricht - Acht Bilder sind wieder aufgetaucht

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Acht Bilder sind wieder aufgetaucht

Von: reg
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Maastricht. Acht der neun Kunstwerke, die 1987 angeblich Kunsthändler Rob Noortman gestohlen wurden, sind wieder aufgetaucht.

Der Verdacht, dass der 2007 verstorbene Sammler bei dem Raub aus seiner Maastrichter Galerie selbst die Finger im Spiel hatte, um seine Versicherung zu betrügen, scheint sich laut niederländischen Medien zu erhärten.

Eine Untersuchung der niederländischen Staatsanwaltschaft wird es aber nicht geben. „Der Kunstraub ist verjährt”, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber „Dagblad De Limburger”.

Den entscheidenden Hinweis lieferte der Limburger Privatdetektiv Ben Zuidema. Der war im Dezember des vergangenen Jahres von einem der drei mutmaßlichen Kunsträuber kontaktiert worden.

Laut Zuidema wollte der Deutsche Eckhard P., gegen den inzwischen auch die deutsche Staatsanwaltschaft ermittelt, die Familie von Noortman erpressen. Zuidema sagt, er sei darauf nicht eingangen und habe stattdessen angeboten, ihm beim Verkauf der Bilder an die Versicherung zu helfen. Er habe sofort die Polizei eingeschaltet.

Die niederländische Staatsanwaltschaft gab bekannt, acht Gemälde bei Durchsuchungen in Valkenburg und Walem wiedergefunden zu haben. Drei Menschen seien festgenommen worden: Ein 66-Jähriger aus Walem, der in Dubai wohnende Eckhard P. (45) und eine 62-Jährige aus dem belgischen Plombières. Das neunte Tuch, ein Werk von Meindert Hobbema, meint der Privatdetektiv zumindest, werde wohl nie gefunden.

Seinen Erkenntnissen zufolge sollten auf Anweisung Noortmans alle Werke verbrannt werden, um Spuren zu verwischen. Die Kunstdiebe hätten die Bilder - darunter von Willem van de Velde, Pierre-Auguste Renoir und Jan Brueghel d.J. - stattdessen aber versteckt. Das neunte Bild soll der in In- und Ausland angesehene Kunsthändler selbst verbrannt haben.

Die Versicherungssumme in Höhe von 5,2 Millionen Gulden (etwa 2,4 Millionen Euro) war Noortman ausgezahlt worden, obwohl der Diebstahl damals schon Fragen aufwarf. Einbruchsspuren gab es beispielsweise nicht.
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