Mönchengladbach - Abteiberg zeigt Werke von Morgan Fisher

Abteiberg zeigt Werke von Morgan Fisher

Von: Armin Kaumanns
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Experimentalfilmer und Maler:
Experimentalfilmer und Maler: Morgan Fisher, hier im Gespräch mit Susanne Titz, ehemalige Leiterin des Neuen Aachener Kunstvereins, stellt seine Werke im Museum Abteiberg aus. Foto: Armin Kaumanns

Mönchengladbach. Als Morgan Fisher 2003 zum letzten Mal das Mönchengladbacher Museum Abteiberg besuchte, irritierten ihn die vielen kleinen Treppen des Hollein-Baus.

Als nun Museumsdirektorin Susanne Titz den einstigen großen Mann des amerikanischen strukturalistischen Experimentalfilms bat, selbst eine Ausstellung mit seinem neuen malerischen Werk zu bestücken, hat er die Treppen kurzerhand in Kunstharz abgießen lassen und stellt sie als halbtransparente Skulpturen in den weitläufigen Eingangsbereich.

Das Vexierspiel zwischen Architektur und Skulptur gestaltet er genauso unbeschwert wie die übrigen Abteilungen der Ausstellung, die ihre Faszination dadurch entwickelt, dass das scheinbar Simple in Morgans Kunst in komplexe Beziehung tritt zu sich selbst, die Kunstgeschichte und die sie umgebende Architektur. Darin liege sein nach wie vor immenser Einfluss auf die Künstler der Zeit, sagt Susanne Titz.

Fisher, Jahrgang 1942, thematisierte ab den 70ern von Los Angeles aus mit seinen stark formalisierten Experimentalfilmen gleichermaßen das Film-Business wie die gesellschaftlichen und kognitiven Strukturen, in denen er Wirkung entfaltet.

Monochrome Quadrate

Seine Malerei, die er ab den 90ern entwickelt, setzt diesen Prozess der Selbstreflexion mit anderen Mitteln fort. Die große Arbeit „New Pendant Paintings/New Alien Pendant Paintings” präsentiert an zwei mobilen Wänden jeweils drei monochrome Leinwandquadrate, die im Komplementärkontrast stehen. An den Rückseiten der Wände strahlen die gleichen Bilder im Schwarzlicht gewissermaßen aus sich heraus. „Ich könnte mir ein Bild, das nur für sich steht, gar nicht vorstellen. Ich arbeite in Paaren, in Reihen, in Bezügen zum Raum”, sagt Fisher. Die Gemälde sind eigens für den Raum entstanden.

Gleiches gilt auch für „Sixteen Walls”, eine bemalte Wand-Skulptur, die Fisher als Hommage an eine kürzlich wiederentdeckte Wandmalerei Blinky Palermos in einer Mönchengladbacher Textilfabrik schuf.

Die Eröffnung ist am 23. Oktober

Eröffnung: 23. Oktober, 12 Uhr, um 14 Uhr führt Morgan Fisher durch die Ausstellung, Museum Abteiberg, Abteistraße 27, Mönchengladbach. Bis 5. Februar.

Geöffnet: Di.-So. 11-18 Uhr.

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