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Abend der strahlenden Stimmen bei der Chorbiennale

Von: Gerhard W. Kluth
Letzte Aktualisierung:
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Ein musikalischer Hochgenuss: der Aachener Madrigalchor und die Sopranistin Elke Janssens bei der Aachener Chorbiennale. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Schon eine halbe Stunde vor dem Konzert des Aachener Madrigalchores und des Ensemble Sirenot Tel Aviv bildete sich eine lange Schlange vor dem Portal der City-Kirche St. Nikolaus. Eine Passantin erklärte einer anderen: „Da is wat mit Chor!“

Ja, in der Tat, da war was mit Chor. Aufregend, spannend und kontrastreich. Sowohl das Programm, mit dem Hans Leenders und sein Madrigalchor aufwarteten, als auch die Beiträge der israelischen Gäste unter der Leitung von Shosh Lagil waren dazu angetan, das Publikum in Staunen zu versetzen.

Einerseits die Auszüge aus den „Motetta brevia de tempore“ des Maastrichter Meisters Marcus Teller, einem Zeitgenossen von Johann Sebastian Bach. Eine echte Entdeckung, die viel zu lange in den Archiven geruht hat.

Bestens vorbereitet

Zusammen mit dem Marcus Teller-Konsort ließ der Madrigalchor diese Musik wieder aufblühen. Durchdachte Kompositionen, die manchmal ein wenig an Bach und seine Vorgänger erinnerte, manchmal aber auch schon Ausblicke in die Zukunft wagten. Alles interpretiert von einem bestens vorbereiteten Chor und einem effektvoll agierenden Instrumentalensemble.

Hinzu kam mit der Sopranistin Elke Janssens, dem Tenor Laurens-Alexander Wyns und Robert Brouwer (Bariton) ein Solistentrio, bei dem lediglich Wyns in den oberen Lagen einige Schwächen aufwies, das sich aber sehr gut in das Gesamtbild einfügte.

Andererseits gestalteten die jungen Damen aus Israel den Abend mit einem Programm, das nur aus zeitgenössischen Werken bestand und sogar mit zwei Uraufführungen aufwarten konnte. Die Stimmsicherheit, mit der jedes Chormitglied aufwarten konnte, war an sich schon einen Applaus wert.

Das am Ende dem Sirenot Ensemble stehende Ovationen entgegen- gebracht wurden, resultierte aus der überzeugenden Darstellung der einzelnen Werke, darunter zwei Psalmvertonungen, sowie die Gedichtvertonungen „Today, the tears returned“ von Eyal Bat und „Szymborska“ vom anwesenden Gilad Hochman.

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