Düsseldorf/Aachen - Aachener Regie-Talent erntet NRW-Lorbeer

Aachener Regie-Talent erntet NRW-Lorbeer

Von: eho
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Düsseldorf/Aachen. Schöner Erfolg für die junge Opernregisseurin Eva-Maria Höckmayr, die in dieser Spielzeit am Theater Aachen Claude Debussys „Pelléas und Pélisande” inszenierte: Sie ist eine von zwölf Künstlern, denen soeben der mit jeweils 7500 Euro dotierte Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen zugesprochen wurde.

In der nachsten Saison wird sie in Aachen bei Mozarts „Don Giovanni” Regie führen (Premiere: 20. Februar 1011). Die Förderstipendien könnten ein Sprungbrett für große Karrieren sein, erklärte NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff am Dienstag. Die Auszeichnung wird am 6. Oktober in Münster verliehen.

Eva-Maria Höckmayr, geboren 1979 in Würzburg, studierte Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Sprech- und Musiktheaterregie an der „Bayerischen Theaterakademie August Everding” München. Ersten Lorbeer erntete sie bereits von 2005 bis 2007 als Regie-Stipendiatin der „Akademie Musiktheater heute” der Deutschen Bank und 2008 des Richard-Wagner-Verbands.

Seit 2003 arbeitete sie als Assistentin von Claus Guth am Theater Basel, Theater an der Wien, bei den Wiener Festwochen, der Münchner Biennale und den Salzburger Festspielen. Darüber hinaus leitete sie die Wiederaufnahme seiner Inszenierung „Lucio Silla” am Theater an der Wien unter dem Dirigat von Nikolaus Harnoncourt. Von 2006 bis 2008 war sie als Regieassistentin für Schauspiel und Musiktheater am Theater Freiburg unter Intendantin Barbara Mundel engagiert. Seit 2008 ist sie freischaffende Regisseurin.

Ihre vom Publikum bejubelte Inszenierung der Debussy-Oper - die Premiere war im Oktober - bestach durch eine überbordende Flut von Einfällen. Sie entlockte dem rätselhaften Werk am Ende ein grandioses Bild im Spannungsfeld von Hoffnungslosigkeit, Tod und Erlösung, nachdem sie die Drehbühne im Theater Aachen mächtig in Schwung gebracht hatte.
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