„Captain Underpants“ sorgt für durchgedrehten Animationsspaß

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Ein kleines weißes Zelt untenrum und dazu ein rotes Cape: Fertig ist Captain Underpants! Foto: DreamWorks Animation LLC

„Ein neuer Superheld in Unterhose“: Mit diesen Worten wird hierzulande ein Film beworben, der in seinem Ursprungsland, den USA, nicht nur auf Platz zwei der Kinocharts startete, sondern auch recht schnell seine Produktionskosten einspielte. Zwei freche Jungs stehen im Mittelpunkt eines bunten Animationswerks, das in 3D in die Kinos kommt.

Es gibt ja den Tipp fürs Selbstbewusstsein, sich die unfreundliche Autoritätsperson in Unterwäsche vorzustellen. Die kleinen Scherzkekse George und Harold machen aus ihrem grimmigen Schuldirektor mittels Hypnose direkt den albernen Superhelden Käpt’n Superslip. Logisch: Während die meisten Superhelden nur aussehen, als ob sie in Unterhosen herumfliegen, macht es die Erfindung der Jungs tatsächlich. Angetan ist er mit nicht mehr als einem übergroßen weißen Schlüpfer und einem roten Umhang.

So frech wie die beiden Helden dieser sehr netten Animation sind auch einige ihrer Streiche, mit denen sie für Leben und Spaß im tristen Schulalltag sorgen. Als seine Sidekicks können George und Harold Captain Underpants nach Belieben kontrollieren und manipulieren. Bis zum klassischen Schulkonzert mit Pupskissen. Aber auch die Wiedereröffnung der Kunst- und Musikklassen macht allen Freude. Dann entpuppt sich der neue Physiklehrer als sehr wahnsinniger Wissenschaftler (mit deutschem Akzent im Original), der das Lachen auslöschen will. Mit seiner „Turbo-Toilette 2000“, angetrieben von giftigen Essensresten, sorgt er für einen aberwitzigen Action-Spaß.

Durchgedrehte Ideen, sehr wilder Klamauk – der aber zum Glück für erwachsene Begleiter keineswegs nur infantil ist – und subversive Einsprengsel machen „Captain Underpants“ zum Überflieger im Kinderkino. Nicht überraschend, weil Autor Nicholas Stoller schon die deftigen Erwachsenen-Komödien „Bad Neighbors“ und „Zoolander 2“ sowie den Puppen-Spaß „Die Muppets“ geschrieben hat. Wie Comic-Kinder auf Zuckerkick dreht auch der Film nach Dav Pilkeys gleichnamige Kinderbuchreihe zeitweise durch, er entwickelt aber auch Mitleid für den einsamen Schulleiter und erwähnt die mageren Gehälter des Lehrpersonals. Tatsächlich ein Spaß für die ganze Klasse. (ghj/dpa) (Aachen: Cineplex; Alsdorf: Kinopark; Düren: Lumen; Heinsberg: Roxy; Hückelhoven: Corso)

„Captain Underpants – Der supertolle erste Film“ (USA 2017), Regie: David Soren, 89 Min., FSK: ab 0

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