Aachen - Wie erkennt man gutes Spielzeug?

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Wie erkennt man gutes Spielzeug?

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Um Kinder zu schützen müssen auch manchmal Puppen fürs Labor aufgeschnitten werden. Foto: dpa

Aachen. Der Teddy oder die Puppe im Bett, die Knete im Mund: Spielzeug wird von Kindern oft mit allen Sinnen getestet, abgeleckt oder angeknabbert. Umso wichtiger ist es daher, dass dabei keine schädlichen Stoffe in den kleinen Körper wandern.

Worauf Eltern beim Spielzeugkauf achten sollten, das erklärt heute Wolfgang Döring. Er ist Mitglied im Verein „Spiel Gut „ und er prüft Spielzeuge auf Schadstoffe.

Können Eltern erkennen, ob Bausteine oder Kuscheltiere Schwermetalle enthalten?

„Da besteht leider keine Chance“, sagt Herr Döring. Denn Blei, Arsen oder Quecksilber seien in keiner Weise auffällig. Als grobe Richtlinie empfiehlt er Eltern, auf den Sitz des Herstellers zu achten. Erfahrungsgemäß sei das Spielzeug beispielsweise aus Ländern in Asien höher belastet. Bei europäischen Herstellern sei die Chance höher, dass alle erforderlichen Grenzwerte eingehalten werden.

Gibt es ein Siegel, an dem sich Eltern orientieren können?

Nein, ein einheitliches Siegel gibt es bisher nicht.

Ist Öko-Spielzeug sicherer?

Nein, das kann man so nicht sagen. Denn es ist nicht genau definiert, was „Öko“ bedeutet. Oft beziehen sich solche Angaben nur darauf, ob sogenannte nachwachsende Rohstoffe wie zum Beispiel Holz verwendet wurden. „Da kann dann aber ein schädlicher Lack mit Schwermetallen drauf sein“, erklärt Herr Döring. Sollte der Lack dann auch noch schnell abplatzen, könne das Kind diese Stoffe schlucken, wenn es das Spielzeug in den Mund steckt. Die Bezeichnung „Öko“ allein würde den Eltern also nicht weiterhelfen.

Woran können sich Eltern orientieren?

Herr Döring empfiehlt den Riechtest. Alles, was nach Chemie stinkt, also chemisch ausdünstet, sollte besser im Spielzeugregal liegen bleiben. Eltern sollten außerdem darauf achten, dass Spielzeuge abwaschbar und Stofftiere waschbar sind. Auch sollten Eltern nicht nur beim Spielzeug mögliche Gesundheitsgefahren im Blick haben: Auch an Teppichen und Möbeln sollte sie vorher riechen.

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