Was sollen Kameras im Stadion?

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Absolute Sicherheit: Mit der neuen Torlinien-Technologie gibt es in der Bundesliga bald keine Diskussionen mehr darüber, ob ein Ball wirklich im Tor war oder nicht. Foto: dpa

Aachen. Die einen sind dafür, die anderen sind dagegen. So läuft das bei einer Abstimmung häufig. Am Ende müssen alle mit dem Ergebnis leben. So ging es am Donnerstag auch den Vereinen der Fußball-Bundesliga. Sie trafen sich in der Stadt Frankfurt am Main.

Bei der Abstimmung ging es um ein Hilfsmittel für Schiedsrichter: die Torlinien-Technologie. Manchmal springt der Ball nämlich ganz knapp vor oder hinter der Torlinie auf. In solchen Momenten ist für die Schiedsrichter oft kaum zu erkennen, ob der Ball wirklich im Tor war oder nicht. Ab und zu treffen Schiedsrichter deshalb schon einmal die falsche Entscheidung.Darüber ärgern sich dann besonders die Spieler der Mannschaft, deren Tor nicht gewertet wird.

Die Torlinien-Technologie soll genau das verhindern. Dafür gibt es verschiedene Tricks: In manchen Stadien sind zum Beispiel besondere Kameras angebracht, die den Ball filmen. Manchmal hilft auch eine versteckte Technik am Tor. Wenn der Ball über die Linie fliegt, bekommt der Schiedsrichter dank der Technologien einen Hinweis auf einer speziellen Armbanduhr, die er trägt. Er weiß also sofort, ob der Ball wirklich im Tor gelandet ist. Die Fußballer müssen sich also nicht mehr ärgern, weil ein Tor für ihre Mannschaft nicht gilt.

Bei einigen Turnieren wurde die Technologie bereits benutzt: zum Beispiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer. In der Bundesliga gibt es bislang aber noch keine Torlinien-Technologie. Bei der letzten Abstimmung im März, bei der sich Vereine aus der ersten und der zweiten Bundesliga getroffen haben, waren viele Vereine gegen die Technologie. Sie fanden sie unter anderem viel zu teuer.

Am Donnerstag stimmten nur die Vereine aus der ersten Liga ab. Auch bei dieser Abstimmung waren drei Vereine gegen die Technologie. Doch die große Mehrheit war dafür, die Technologie einzuführen: 15 Vereine finden das System gut. In der nächsten Saison dürfen sich die Schiedsrichter also über das neue Hilfsmittel freuen.

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