Was haben alte Weiber mit Sommer zu tun?

Was haben alte Weiber mit Sommer zu tun?

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Die Sonne scheint. Das Laub wird bunt, Kastanien fallen von den Bäumen. Ein herrliches Wetter, um draußen zu spielen.

So ist das Wetter gerade an vielen Orten in Deutschland. Solche warmen Tage im Herbst werden auch Altweibersommer genannt. Das ist ein altes Wort.

Der Begriff hat allerdings nichts mit alten Weibern zu tun. Sondern mit jungen Spinnen, die in dieser Zeit lange Fäden weben. Denn in einer alten Form der deutschen Sprache hieß Weben „Weiben“. Das sagt eine Expertin für die deutsche Sprache.

Die Spinnen lassen sich an den Fäden, die sie weben, vom Wind wegtragen. Ihre Spinnfäden bleiben an Bäumen, Hecken oder im Gras hängen. Dort bilden sie oft ein Geflecht, das im Sonnenlicht schimmert. Vor allem, wenn es morgens schon kühl ist und Tautropfen daran hängen. Das ergibt jedes Jahr um diese Zeit ein schönes Bild. Es scheint, als lägen weiße Decken über Sträuchern, Hecken oder Wiesen.

Warum es aber nicht einfach Weibersommer sondern Altweibersommer heißt, das weiß niemand genau. Vielleicht ist der Begriff entstanden, weil die glitzernden Spinnfäden an weiße Haare alter Frauen erinnern. Das ist eine Vermutung.

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