Hamburg - Was bedeutet Relegation beim Fußball?

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Was bedeutet Relegation beim Fußball?

Von: dpa
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Am 15.Mai spielt die Mannschaft von Mirko Slomka ihr erstes Relegationsspiel gegen den Zweitligisten Greuther Fürth. Foto: dpa

Hamburg. Im Fußball-Stadion des Hamburger SV tickt eine blaue Uhr. Ohne Zeiger, dafür mit großen Ziffern. Die Uhr zeigt aber nicht die Uhrzeit an. Jahre, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden sind darauf zu sehen. Die Uhr läuft und läuft.

Etwas mehr als 50 Jahre stehen auf der Anzeige. Denn so lange spielt der Hamburger SV schon in der Bundesliga, also der obersten Fußball-Liga Deutschlands. Vor etwas mehr als 50 Jahren wurde die Bundesliga gegründet. Seit dem sind viele Vereine dazugekommen. Andere stiegen dafür in die zweite Liga ab. Nur der Hamburger SV ist von Anfang an dabei.

Doch das könnte sich nun ändern. Der Hamburger SV landete in dieser Saison nur auf Platz 16 der Tabelle. Das bedeutet: Er muss an einer besonderen Entscheidungsrunde teilnehmen, auch Relegation genannt. Er spielt gegen den Tabellen-Dritten der zweiten Liga.

Die Relegation besteht aus zwei Partien: dem Hinspiel am Donnerstag und dem Rückspiel am Sonntag. In diesen Spielen entscheidet sich, ob der Hamburger SV in die zweite Liga absteigt. Oder ob er auch in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen darf.

Die Hamburger spielen gegen den Tabellendritten der zweiten Liga. Das ist in diesem Jahr die Mannschaft von Greuther Fürth. Sollten sich die Fürther Spieler durchsetzen, wäre die Bundesliga-Zeit des Hamburger SV erst einmal vorbei.

Die Spiele der Relegation wurden übrigens nicht immer ausgetragen. Zwischendurch gab es viele Jahre eine andere Regel. Zu dieser Zeit stieg der 16. automatisch ab – genau wie der 17. und der 18. der Bundesliga. Die Mannschaft auf Platz 16 hatte also keine Chance, über die Relegation in der Liga zu bleiben. Vor fünf Jahren wurden die Entscheidungsspiele wieder eingeführt.

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