Rom - Warum ist der Petersdom hell?

Warum ist der Petersdom hell?

Von: dpa
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Das Bild zeigt die Fassade der Petersbasilika, Vatikan. Der Petersdom steht im Vatikan. Das ist nicht nur eine Stadt, sondern auch ein Staat.

Rom. Die prächtige Kuppel der Petersbasilika thront über Rom, der italienischen Hauptstadt. Der Petersdom ist beeindruckend groß: „22 000 Quadratmeter misst die Peterskirche“, erklärt Pietro Zander. Er ist mit für den Erhalt des Baus zuständig. 22 000 Quadratmeter: Das ist etwa die Größe von drei Fußballfeldern.

Jeder, der nach Rom reist, besucht die Kirche. Ursprünglich war gar nicht geplant, dass sie so riesig werden soll.

Einer der wichtigsten Baumeister der Peterskirche hatte etwas anderes vor. Es war der berühmte Künstler Michelangelo, erklärt Pietro Zander. Vor fast 500 Jahren sei Michelangelo auf die Baustelle der Peterskirche gekommen. Er schaute sich das riesige Holzmodell seines Vorgängers an und fand: Man müsse die Peterskirche kleiner, dafür aber großartiger machen. Michelangelo wollte ein quadratisches Gebäude, das vor allem in die Höhe steigt.

Besonders wichtig war ihm auch eine majestätische Kuppel. Mit der sollte das Grab des Apostels Petrus überdacht werden, das sich im Zentrum der Basilika befindet.

Zudem wollte Michelangelo eine helle Kirche. Er fand, dass nach den Modellen seiner Vorgänger zu wenig Licht in die Kirche fallen würde. Deshalb entwarf Michelangelo ein Gotteshaus mit vielen großen Fenstern. Auch die Kuppel stattete er mit Fenstern aus.

Michelangelo begann sehr bald mit dem Bau. „Er stand damals unter großem Zeitdruck. Denn er war schon über 70 Jahre alt und rechnete bald mit seinem Tod“, sagt Pietro Zander. „Er fing mit dem Bau der Südseite an. Wenn dieser Teil bis zu meinem Tod fertig ist, dachte er sich, dann müssen sie auch den Rest so weiterbauen.“

Michelangelos Plan ging fast auf. Zwar machte ein Architekt nach Michelangelos Tod den Kirchenbau doch wieder größer. Doch passte er sich dabei an Michelangelos Entwürfe an. Er brachte das Gebäude auf dieselbe Höhe und behielt auch die äußere Gestaltung bei.

Die Kuppel wurde etwas anders gebaut, als Michelangelo sie geplant hatte. „Michelangelo hatte sie ganz rund entworfen“, sagt Pietro Zander. „Sie wurde dann aber etwas höher und eiförmiger gebaut.“ Trotz aller Veränderungen bleibt die Petersbasilika aber zu einem großen Teil Michelangelos Meisterwerk. Das Bauhandwerk hat sich der Bildhauer und Maler übrigens selbst beigebracht. Er schaute sich ganz genau an, wie andere große Bauwerke gebaut waren. Und so kam es, dass er einige wichtige Bauprojekte leitete.

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