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ZVS will Studienplatzvergabe per Internet beschleunigen

Von: dpa
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Studiengebühren Studenten Universität
Noch nie haben in Nordrhein-Westfalen so viele junge Menschen ein Studium aufgenommen wie im gerade begonnenen Wintersemester. Foto: dpa

Dortmund/Düsseldorf. Ein neues Online-Verfahren soll die Vergabe von Studienplätzen zum Wintersemester 2011/2012 schneller und transparenter machen.

Die Telekom-Tochter T-Systems entwickelt ein Internetportal, auf dem Studienbewerber den Stand all ihrer Bewerbungen sowohl bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) als auch bei den einzelnen Hochschulen mitverfolgen können. Das teilte ein Telekomsprecher am Dienstag in Düsseldorf mit. Ziel ist es, Mehrfachzusagen und unbesetzt bleibende Studienplätze künftig zu verhindern.

Die Dortmunder ZVS bestätigte die Umstrukturierung, nach der die Vergabestelle enger mit den Hochschulen zusammenarbeiten wird. Studienbewerber können sich in Zukunft online laufend darüber informieren, von welchen Universitäten sie Zu- und Absagen erhalten haben. Die Hochschulen erstellen Ranglisten, anhand derer die Bewerber auch erfahren können, wie gut ihre Chancen bei der Wunsch-Universität stehen. Nimmt ein Bewerber einen Studienplatz an, fällt er automatisch aus dem Verfahren.

Mit dem neuen System sollen Studienbewerber schneller an einen Studienplatz kommen. „Ziel ist es, alle Plätze für das Wintersemester bis Mitte September zu besetzen”, sagte ZVS-Sprecher Bernhard Scheer. Das Wintersemester beginnt im Oktober. Es solle zugleich verhindert werden, dass Studienplätze gar nicht oder doppelt vergeben werden.

In der Vergangenheit hatte es häufig Kritik an dem bisherigen Verfahren gegeben, weil Informationen zwischen den Hochschulen und der ZVS nicht ausreichend ausgetauscht würden. So bekommen bisher viele Bewerber sehr spät im laufenden Semester noch Zusagen für Studienplätze, während sie schon an anderen Universitäten eingeschrieben sind. Dadurch bleiben regelmäßig Plätze unbesetzt. Laut Scheer wollen sich 90 Prozent der Hochschulen an dem neuen Verfahren beteiligen.

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