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Zahl der Studenten in NRW steigt auf 494.000

Von: ddp
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Hörsaal/Uni/Studenten/Geisteswissenschaftler
Die TH Aachen ist die Hochschule mit den viertmeisten Studenten in Nordrhein-Westfalen. Foto: dpa

Düsseldorf. Die Zahl der Studenten in Nordrhein-Westfalen nimmt weiter zu. Zum Wintersemester 2009/2010 erwarten die Hochschulen einen Anstieg der Erstsemester um 6,7 Prozent, wie Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Montag mitteilte.

Damit würden sich in diesem Wintersemester rund 78 000 junge Menschen dafür entscheiden, ein Studium in Nordrhein-Westfalen aufzunehmen. Insgesamt wären dann an den 67 Hochschulen in NRW rund 494.000 Studierende eingeschrieben.

Die Opposition forderte das Ende der Studiengebühren. „Das Studium wird immer attraktiver, der Studienerfolg wird planbarer - das ist eine überaus ermutigende Entwicklung”, sagte Pinkwart. Für das gesamte Studienjahr 2009 - also Sommer- und Wintersemester - sei nach Angaben der Hochschulen erstmals mit mehr als 90.000 Erstsemestern zu rechnen. Dies würde gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 6500 oder 7,9 Prozent bedeuten.

Vor allem in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern nehme die Zahl der Studierenden zu, sagte der Minister. Die Zahl der Absolventen ist laut Pinkwart auf ein neues Allzeithoch gestiegen und überschritt erstmals die Marke von 65.000. Die Zahl der zulassungsbeschränkten Studiengänge ist weiter rückläufig. Ihr Anteil beträgt nunmehr 31 Prozent gegenüber noch 43,7 Prozent im Jahr 2006.

Zur Förderung des Studienerfolgs besonders begabter Studierender startet dieses Wintersemester das NRW-Stipendienprogramm: 1400 begabte Studenten erhalten ein jeweils zur Hälfte aus privaten und öffentlichen Mitteln finanziertes Stipendium von 300 Euro monatlich. „Ich setze mich in den Koalitionsverhandlungen dafür ein, dass dieses erfolgreiche Modell bundesweit umgesetzt wird”, sagte der stellvertretende FDP-Bundeschef Pinkwart.

Die Grünen wiesen auf Negativtrends hin. Bei genauem Hinsehen sei festzustellen, „dass der Anteil der Studienberechtigten, die auch tatsächlich ein Studium aufnehmen, noch immer nicht auf dem Stand von 2005 ist”, sagte die Hochschulexpertin der Grünen-Landtagsfraktion, Ruth Seidl. „Wir bleiben daher bei unserer Forderung, Zugangshürden wie die Studiengebühren abzuschaffen.”

Auch die SPD meldete Kritik an. „Es mag ja sein, dass die Zahl der Studienanfänger gestiegen ist. Aber in welchem Verhältnis steht sie zur Zahl der Studienberechtigten?”, sagte Wissenschaftsexperte der SPD-Fraktion, Karl Schultheis. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Zahl der Studienanfänger geringer gestiegen sei als die der Studienberechtigten.
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