Berlin - Uni-Präsident kündigt Konsequenz aus Plagiatsaffären an

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Uni-Präsident kündigt Konsequenz aus Plagiatsaffären an

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Berlin. Der Präsident der Berliner Humboldt Universität, Jan-Hendrik Olbertz, zieht Konsequenzen aus der sich ausweitenden Affäre um gefälschte Doktorarbeiten und verschärft das Promotionsrecht an seiner Hochschule.

„Ich dringe darauf, dass es künftig eine Rahmenpromotionsordnung gibt, die vorschreibt, dass Abschlussarbeiten immer auch in elektronischer Form abgegeben werden”, sagte Olbertz der „Berliner Morgenpost”. So bestehe „wenigstens immer die Möglichkeit”, jede abgegebene Dissertation in Bezug auf unerlaubte Übereinstimmungen mit anderen Arbeiten zu überprüfen. „Das muss man nicht in jedem einzelnen Fall machen, aber wenn es gute Regel ist, dass man sich stellt, kann das sogar eine vertrauensbildende Maßnahme zwischen Professor und Doktorand sein”, sagte Olbertz.

Grundsätzlich hätten die bekannt gewordenen Betrugsfälle von Prominenten dem Ansehen des Doktorgrades in Deutschland „ganz bestimmt” geschadet, sagte Olbertz. Er fürchte, dass es im Umgang mit geistigem Eigentum anderer „mindestens eine fahrlässige Routine” zu beklagen gebe.

Olbertz begrüßte es ausdrücklich, dass die Universität Bayreuth im Falle des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg von Vorsatz spricht. Sie positioniere sich damit auch als eine in ihrem Urteil unabhängige und selbstkritische Organisation.

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