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Studifest: Schwebender Globus und zersplitternde Rosenblüten

Von: Conny Stenzel-Zenner
Letzte Aktualisierung:
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Zerplatzte Blütenträume: Die Fachschaft Chemie zeigte auf dem Markt, was flüssiger Stickstoff aus Rosen machen kann. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Wir zeigen der Aachener Bevölkerung, dass wir auch studieren und was lernen und nicht die betrunkene Meute sind, die durch die Straßen zieht.” Student Björn Guth (21) stand am Samstag während des Studifestes am Stand der Fachschaft Mathe, Physik, Informatik auf dem Markt und erklärte, was Physiker in ihrem Studium lernen.

Vor ihm stand eine Miniatureisenbahn, die eine Idee der Zukunft sein könnte. Die Bahn fuhr nicht auf Schienen, sondern auf Permanentmagneten.

Angetrieben mit flüssigem Stickstoff, der eine Temperatur von minus 200 Grad Celius hat, fuhr die Bahn ihre Runden. „An solchen Superleitern wird gerade geforscht. Die könnten beispeilsweise auch Strom verlustfrei leiten”, erklärte der Studenten vielen Interessierten.

Die kam trotz des immer wieder einsetzenden Regens auf den Markt, blieben stehen und fragten interessiert nach. Auch beim Globus, der ohne an Fäden befestigt zu sein, in der Luft schwebte. Eine Spule erzeugte ein Magnetfeld und der Globus hing wie von Geisterhand in der Luft. Maschinenbaustudentin Christine Blesinger wurde nicht müde, den Trick mit dem Magnetfeld zu erklären. „Ich möchte, dass das Bild der Aachener von den Maschinenbauern besser wird”, erklärte sie.

Familienfreundlich wollten die Studenten ihre Studienfächer präsentieren - und sie taten es. Stände der unterschiedlichen Fachschaften zeigten Verwunderliches, Stauenswertes und Interessantes. Vertreten waren die Fachschaften Mathematik, Physik, Informatik, Bauingenieurwesen, Chemie, Berufsbildendes Lehramt, Kommunikationswissenschaften, Maschinenbau, Geologie und Mineralogie, Philosophie, Metallurgie und Werkstofftechnik, Medizin, das Schwulenreferat der RWTH, Aegee, eine internationale Studenteninitiative, das Internationale Centrum Aachener Studierender (INCAS), das ErstsemesterInnen-Projekt der Fachschaften und Actor, eine studentische Theatergruppe.

Heike Krause war mit ihren beiden Kindern, sieben und vier Jahre alt, auf den Markt gekommen, und urteilte: „Ich finde es toll, was die Studierenden alles auf die Beine stellen.” Während ihre Kinder das Studifest-Diplom ablegten, denn an jedem Stand konnten Aufgaben bewältigt werden, lernte auch die Mutter noch einiges dazu.

Da hielt Sabine Schäfer (23) von der Fachschaft Chemie die Blüte einer Rose in flüssigen Stickstoff. Nach einer Minute war die Rose so gefroren, dass sie beim Schlag auf einen Tisch wie Porzellan zersplitterte.

Auf der großen Bühne sorgten studentische Bands für gute Laune: Simian Hutch, Lauter Leben, Oblivion Road, I-AN-E und Cocoheadnuts. Außerdem trat Krautsalat mit einem Literaturprogramm auf und Herentia Latina mit Lateinamerikanischen Tänzen.

„Dank der Unterstützung des Rektorats der RWTH konnten wir so ein Rahmenprogramm bieten”, sagte Daniel Schmitz, der beim sechsten Studifest auf dem Markt betonte: „Dieses Fest ist ganz wichtig für die Kommunikation der Aachener Studenten und der Aachener Bevölkerung.”

Und die erkannte, dass Studenten wirklich viel mehr machen, als betrunken durch die Straßen zu ziehen.
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