Aachen - „Studifest”: Der Marktplatz wird zur Experimentierplattform

„Studifest”: Der Marktplatz wird zur Experimentierplattform

Von: au
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Studifest: Aachener Markt wird zum Labor
Zahlreiche Experimente für Jung und Alt brachten den Aachenern die Arbeit der Wissenschaftler und Studenten an der RWTH näher. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Kraftvoll schlägt André Goliath immer wieder mit der geballten Faust auf eine Masse aus Speistärke und Wasser ein. Ungläubig blicken die Besucher des Studifests auf die Hand des Informatikstudenten. „Irre”, staunt eine Zuschauerin.

Dann darf sie selbst ran. Was die Besucher auf dem Marktplatz faszinierte? Goliath tauchte mit seiner Faust nicht in die zähe Flüssigkeit ein, sondern stieß auf eine feste Masse. Die fachmännische Erklärung: „Man kann sich das wie Klettverschlüsse vorstellen. Dazwischen wirkt das Wasser wie ein Schmiermittel. Wird viel Kraft angewendet, drückt man die Klettverschlüsse zusammen und das Wasser kann zu den Seiten entweichen.”

In der Produktion von Motorradprotektoren wird die sogenannte „Nicht-Newtonsche Flüssigkeit” verwendet - allerdings mit einem chemischen Äquivalent. „Wir wollen den Aachenern zeigen, was wir Tolles lernen. Die meisten sind erst mal verblüfft”, berichtete Goliath.

Und das traf nicht nur auf die großen, sondern auch die kleinen Passanten zu. An den Ständen der studentischen Eigeninitiativen, Vereine und RWTH-Fachschaften konnten die Steppkes bei einer Rallye mitmachen. Der Gewinn: ein Studi-Diplom. Doch das zu erlangen war kniffelig.

So mussten die Dreikäsehochs bei den Zahnmedizinern einen Apfel aus einer Wasserschale fischen - und zwar nur mit Hilfe des Munds. Auch bei den Chemiestudenten war Obst ein beliebter Proband: Die Laboranten tauchten eine Banane in flüssigen Stickstoff.

Dadurch gefror die Frucht und wurde hart. Und zwar so hart, dass die Besucher sie sogar als Hammer benutzen konnten, um Nägel in ein Brett zu schlagen. Bands - bestehend aus Aachener Studenten - lieferten die passende musikalische Untermalung.

Das kurzweilige Programm zog nicht nur zahlreiche Domstädter an: Besucherin Marie-Claire Fröhlich kam mit ihrem Mann sogar aus Frankreich. Denn gemeinsam wollten sie ihren Kindern zeigen, „wie es ist, hier in Deutschland zu studieren”. Dass ein Studium an der RWTH ziemlich spannend sein kann, demonstrierten die Studenten an diesem Nachmittag eindrucksvoll.
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