Studierenden-WM der Reiter: Einmal in der Soers im Sattel sitzen

Von: Thorsten Karbach
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Hier wird heute die WM der Stu
Hier wird heute die WM der Studierenden eröffnet: Nina Zirke und Peter Lynen freuen sich auf fünf tolle Tage im Dressurstadion in der Soers. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Der CHIO 2013 steht im Abseits. Jedenfalls die Hinweistafel für das nächste Weltfest des Pferdesports wurde aus dem Blickfeld gerückt, denn das Augenmerk der Reitsportfreunde liegt von Mittwoch bis Sonntag ausschließlich auf dem Nachwuchs.

Denn im Dressurstadion wird an diesen fünf Tagen die Studierenden-Weltmeisterschaft der Reiter in Dressur und Springen (WUEC) ausgetragen. Rund 160 Starter im Alter von 18 bis 28 Jahren wollen die Besucher auf Trab bringen, wenn es um Bronze, Silber und Gold geht.

Es mag zwar allgegenwärtig sein, dass diese Weltmeisterschaft längst nicht die Dimension von CHIO oder Weltreiterspielen hat. Geritten wird aber ab Dienstag, 12 Uhr (erste Runde Dressur, alles in einem K.o-Modus) mit nicht minder großem Einsatz und Enthusiasmus. Und die Bedeutung für die RWTH Aachen, Gastgeber für Sportler aus 26 Nationen (Rekord!) zu sein, misst sich nicht in der Größe der Ladengasse oder der Höhe der Hindernisse.

Sie kann Peter Lynen, Pressesprecher des Hochschulsportzentrums Aachen (HSZ), auch gar noch hoch genug einschätzen. In der Soers geht es auch um sehr, sehr viel Prestige für den Hochschulstandort. „Auch wenn Reiten im Hochschulsport in Aachen sonst keine besondere Bedeutung hat. Die RWTH als Exzellenzhochschule steht immer im internationalen Vergleich. So eine Veranstaltung ist dabei ein riesiger Marketingfaktor”, sagt er.

Für das HSZ als lokalen Ausrichter bedeutet dies trotz hervorragender Infrastruktur auf dem CHIO-Gelände, so Lynen, eine „riesige Aufgabe”. Doch das Organisationskomitee hat ganze Arbeit geleistet. Die letzten Tage erleben Lynen, WUEC-Geschäftsführerin Nina Zirke und das gesamte Team quasi im lockeren Galopp.

Auf dem Abreiteplatz wird für die Eröffnungsfeier geprobt, die ersten der mehr als 100 Pferde - es handelt sich durchweg um Leihpferde, die den Studierenden für die Ritte zur Verfügung gestellt werden - sind vorgefahren worden. Heute folgen die ersten Reiter, bis zum Einritt der Nationen bei der morgigen Eröffnungsfeier sind alle da.

Und was ist das für die Teilnehmer für eine Ehre! „Jeder Reiter träumt doch davon, einmal in der Soers dabei zu sein, so wie jeder Tennisspieler in Wimbledon aufschlagen möchte”, sagt Lynen. Selbst auf die freiwilligen Helfer wirkte die Aachener Pferdesportkulisse ungemein anziehend: Unter den 200 sind Österreicher, Dänen und Tschechen, die auch ohne Sattel unbedingt einmal in der Soers dabei sein wollen.

Sie werden in der benachbarten Hockeyhalle einquartiert, während für die Fans aus aller Welt die Eissporthalle zum Campingplatz wird. Alle freuen sich auf die Ritte und ebenso auf das Rahmenprogramm mit Reiterball und Party. Der CHIO 2013 wird dennoch stattfinden: vom 21. bis 30. Juni.
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