Studenten: Proteste an Hochschulen werden weitergehen

Von: ddp
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Wie geht´s jetzt weiter? Studierende diskutieren im Kármán-Auditorium mit Vertretern der Hochschulwache. Foto: Ralf Roeger

Köln. Studentenvertreter in Nordrhein-Westfalen rechnen nicht mit einem schnellen Ende der Proteste an den Universitäten und Fachhochschulen.

Auch wenn Politiker und Uni-Rektoren unter anderem eine Überprüfung der Master- und Bachelor-Studiengänge zugesagt hätten, sei nicht zu erwarten, dass die Proteste an den Hochschulen nun abebbten, sagte der Koordinator des Landes-Asten-Treffens NRW, Hilmar Schulz, der Nachrichtenagentur ddp in Dortmund.

Man werde die Proteste zunächst bis zur Kultusministerkonferenz am 10. Dezember in Bonn fortsetzen, hieß es. An dem Tag ist zudem eine Großdemonstration in Bonn geplant. Sollten bei dem Treffen konkrete Ergebnisse vereinbart werden, sei ein Ende der Proteste aber vorstellbar.

„Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, uns mit den minimalistischen Teilerfolgen zufriedenzugeben”, betonte Schulz. Die Studenten wollten die Proteste fortsetzen. Derzeit halten Studenten auch in NRW mehrere Hörsäle besetzt.

Mit der ebenfalls immer wieder geforderten Abschaffung der Studiengebühren rechnet Schulz nicht. „Das ist bei der derzeitigen schwarz-gelben Landesregierung nicht umzusetzen”, erklärte er. Allerdings solle das Thema - unabhängig von den jetzt geforderten Reformen des Studiums - bis zur Landtagswahl 2010 in NRW weiter am Köcheln gehalten werden.

Nach Angaben des Mitglieds des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) Köln, Patrick Schnepper, fehlt es trotz der bisherigen Zusagen von Politik und Hochschulleitungen weiterhin an der Umsetzung der Reformvorschläge. Zudem gebe es keine konkreten Angebote, wie die Studenten die gewünschte Reform der Master- und Bachelor-Studiengänge mitgestalten könnten. „Die Studierenden wollen mitbestimmen”, sagte Schnepper.
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