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Studenten gründen Online-Marktplatz für Klausur-Lernhilfen

Von: ddp
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Köln. Zwei Kölner Studenten haben eine Art digitalen Lernmarktplatz geschaffen, der anderen Studierenden bei der Vorbereitung auf Klausuren helfen soll. Das Prinzip ähnelt dem einer Tauschbörse: Jeder kann auf der Webseite unidog.de Notizen und Lernhilfen hoch- und die von anderen herunterladen.

Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, die Informationen gegen ein Entgelt zu abonnieren - mit dem eingenommenen Geld werden dann besonders produktive Autoren bezahlt, die sehr viel Material zur Verfügung stellen. Bisher seien bereits knapp 10.000 Studenten registriert, berichten Hans-Günter Herrmann und Tim Stollberg, die beiden Initiatoren der Seite. Sie wollen ihre Idee nun im Rahmen einer vom Bund, der EU und der Universität Köln geförderten Firmengründung erweitern.

Die vorhandenen Informationen sind nach Hochschulen gegliedert und können nach einer kostenlosen Registrierung durchsucht werden. Dabei verlassen sich die Initiatoren auf ein einfaches Prinzip: Unter dem Motto „Klausurstoff von Studis für Studis” bieten sie guten Studenten mit einem Honorar den Anreiz, ihre selbst erstellten Klausurhilfen zu publizieren, und geben so gleichzeitig anderen die Möglichkeit, von diesem Lernmaterial zu profitieren.

Auf diese Weise können die Betreiber sowohl Mitschriften und Zusammenfassungen als auch Lernkarten, Hausarbeiten und Klausurlösungen zur Verfügung stellen. Zudem ist es für jeden Nutzer möglich, gezielt Dokument-Gesuche zu veröffentlichen, Fragen an die Community zu stellen oder Links zu Skripten oder Hintergrundinformationen einzustellen.

In Zukunft soll Unidog in eine Firma integriert werden, die die beiden Initiatoren gerade gründen. Langfristig wollen sie Technologien entwickeln, mit denen Wissen noch universeller verfügbar wird. Hans-Günter Herrmann erläutert die Vision: „Unser neues Projekt soll einen Wissenstransfer von Unis an alle Wissbegierigen ermöglichen. Wir arbeiten derzeit an einer innovativen Technologie, um universitäres Wissen auch für Nicht-Studenten einfacher zugänglich zu machen.”

Unterstützt werden die beiden bei ihrer Firmengründung durch das Gründerbüro der Universität Köln, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie durch ein EXIST-Gründerstipendium des Europäischen Sozialfonds.
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