Stuttgart - Studenten fürchten schlechtere Jobchancen wegen der Krise

Studenten fürchten schlechtere Jobchancen wegen der Krise

Von: dpa
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Studenten/ Vorlesung
Wegen der Wirtschaftskrise machen sich viele Studenten Sorgen um ihre Zukunft: Rund jeder Zweite (49 Prozent) geht davon aus, dass sich seine Jobaussichten verschlechtert haben. Foto: dpa

Stuttgart. Wegen der Wirtschaftskrise machen sich viele Studenten Sorgen um ihre Zukunft: Rund jeder Zweite (49 Prozent) geht davon aus, dass sich seine Jobaussichten verschlechtert haben. Das geht aus einer repräsentativen Befragung der Firma Ernst & Young in Stuttgart hervor.

Besonders groß ist diese Angst unter Wirtschaftswissenschaftlern: 70 Prozent von ihnen sagen, dass es für sie wegen der Krise schwieriger wird, nach dem Abschluss zügig einen angemessenen Job zu finden. Dahinter folgen angehende Ingenieure und Informatiker (62 Prozent) und Juristen (49 Prozent).

Weniger von der Krise einschüchtern lassen sich Geisteswissenschaftler - unter ihnen rechnen sich nur 44 Prozent schlechtere Jobchancen als früher aus. Am wenigsten sorgen sich Lehramtsstudenten wegen der Rezession um ihre berufliche Zukunft: In dieser Gruppe liegt der Wert nur bei 15 Prozent.

Als Krisenverlierer sehen sich besonders Studenten, die innerhalb der nächsten zwölf Monate ihren Abschluss machen wollen: Mit 56 Prozent erwarten überdurchschnittlich viele von ihnen, dass der Berufseinstieg für sie schwieriger wird. Davon sagen 25 Prozent sogar, dass sich ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt „deutlich” verschlechtert haben.

Insgesamt vertraut ein Großteil der Studenten (86 Prozent) dennoch darauf, dass sie mit ihrem Abschluss einen Arbeitsplatz finden werden, der ihren Erwartungen und Qualifikationen entspricht. Damit liegt der Wert unter allen Studenten auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Studenten in der Abschlussphase sind allerdings etwas weniger optimistisch: Bei ihnen sank die Quote im Vergleich zu 2008 von 86 auf 82 Prozent. An der Befragung haben im Mai und Juni 3000 Studenten teilgenommen.

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