Studenten dringen auf zügiges Aus für Studiengebühren

Von: ddp-nrw
Letzte Aktualisierung:

Düsseldorf. Nach dem Start der neuen rot-grünen Landesregierung dringen die Studenten auf eine rasche Abschaffung der Studiengebühren an den nordrhein-westfälischen Hochschulen.

Spätestens zum Sommersemester 2011 sollten die Gebühren abgeschafft werden, forderte das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) am Donnerstag in Düsseldorf.

Rot-Grün will dagegen voraussichtlich erst ab dem Wintersemester 2011/2012 auf Studiengebühren verzichten. Die Linke in NRW fordert die Abschaffung schon für dieses Wintersemester. Dies hält das ABS aber für unwahrscheinlich, da die Überweisungen der Gebühren für das kommende Wintersemester von den Studenten bereits weitgehend getätigt worden seien.

Das Thema Studiengebühren stand auch auf der Tagungsordnung der ersten Sitzung des neuen Landtags am Donnerstagnachmittag. Für die Abschaffung der Studiengebühren ist die rot-grüne Minderheitsregierung auf die Zustimmung der anderen Fraktionen angewiesen. Da CDU und FDP gegen diesen Schritt sind, braucht Rot-Grün dafür die Unterstützung der Linkspartei.

„Die Abschaffung der Gebühren ist möglich, wenn man die linke Mehrheit nutzt”, zeigte sich ABS-Geschäftsführerin Christina Schrandt überzeugt. Mit einer Unterschriftenaktion will das ABS in den nächsten Tagen den Druck auf SPD, Grüne und Linkspartei erhöhen. Bis zu 5000 Postkarten mit dem Aufdruck „Linke Mehrheit im Landtag nutzen. Studiengebühren abschaffen” sollen an den Landtag verschickt werden.

Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte die Studiengebühren 2006 eingeführt. Die Kosten pro Semester betragen je nach Hochschule bis zu 500 Euro. Rund 70 Prozent der Studierenden seien gegen die Gebühren, da sich nach ihrem Eindruck bis auf längere Öffnungszeiten in den Bibliotheken nichts verbessert habe, sagte Schrandt.

Als Folge der Studiengebühren würden mehr Studenten als früher bei ihren Eltern wohnen bleiben und müssten nebenher noch mehr Geld für ihren Lebensunterhalt verdienen, fügte sie hinzu. Außerdem benachteiligten die Gebühren junge Menschen aus Arbeiterhaushalten, für die die Kosten für ein Studium nicht zu stemmen seien.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert