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Studenten der Fachhochschule präsentieren innovatives Design

Von: Simon Olk und Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Kreative Köpfe: Die Designstudenten Sabine Bergs, Julian Laschet, Myriam Vollrath (v.l.) und Magdalena Plewka (vorne) präsentieren ihre außergewöhnlichen Waschbecken. Noch bis zum 5. Februar stellen sie diese Innovationen dem Fachpublikum einer Sanitärmesse im niederländischen Utrecht vor. Foto: Harald Krömer

Aachen. Zugegeben - ein Waschbecken ist eigentlich ein etwas langweiliges Objekt. 20 Designstudenten der Fachhochschule (FH) Aachen haben es sich zur Aufgabe gemacht, dies mit innovativen Ideen zu verändern.

In einem Semesterprojekt unter der Leitung von Professor Karel Boonzaaijer haben die Jungdesigner Waschbecken aus den unterschiedlichsten Formen und Materialien entwickelt. Der Facettenreichtum, der daraus entstand, ist beeindruckend.

„Die Industrie muss kommerziell denken. Wir aber haben die Möglichkeit, kreativ zu sein, und können so wichtige Impulse setzen”, sagt Boonzaaijer. Neben Aspekten wie Design und Material haben die Studenten auch über die Ergonomie und das Ritual des Waschens nachgedacht. Ist es eigentlich ein Waschbecken für Kinder und/oder für Erwachsene? Für draußen? Für Verliebte oder für mich allein? Für kleine Räume? Muss es immer ein Becken mit Armatur und Abfluss sein?

„Nichts Abstraktes”

Zwar wirken die aus diesen Fragen entstandenen Objekte im ersten Moment sehr außergewöhnlich, im Vordergrund der Entwicklung stand aber jederzeit die Funktionalität. Das verdeutlicht Professor Boonzaaijer: „Wir präsentieren nichts Abstraktes. Die Objekte müssen produzierbar sein. Darunter darf aber die Originalität nicht leiden. Der Charakter des Experimentellen muss erhalten bleiben.”

Betrachtet man das Ergebnis, hat man daran keinen Zweifel mehr. Da ist wirklich für jeden Geschmack und jeden Verwendungszweck etwas dabei. Die Herangehensweise ist dabei aber durchaus unterschiedlich. Studentin Magdalena Plewka verarbeitete für ihren Waschsack ein neues Material, das zehnmal so wasserabweisend ist wie vergleichbare Oberflächen mit Lotuseffekt. Sabine Bergs konzentrierte sich mit ihrem elliptischen Wasserhahn auf eine neue Technik und Myriam Vollrath nahm sich für ihr Design die Natur zum Vorbild und entwarf einen Ausguss mit dem Muster eines Seeigels. Damit wertet sie den normalerweise schnöden Ausguss auf. Julian Laschet möchte eine bestimmte Philosophie mit seinem Objekt umsetzen: „Es sollte nicht einfach nur ein schickes Waschbecken werden. Die Doppelfunktion stand für mich im Vordergrund. Deshalb das Becken mit integrierter Waschtrommel, in der man ein T-Shirt waschen kann, sollte man mal in Eile sein.”

Seit Montag präsentieren die angehenden Designer ihre innovativen Konzepte unter dem Titel „Wash” auf einer Sanitärmesse im niederländischen Utrecht. Die Aachener haben in den letzten Jahren - fünf Mal waren sie schon dabei - so überzeugende Auftritte abgeliefert, dass die Veranstalter den Messeauftritt dieses Jahr mit 20.000 Euro unterstützen. „Einige Ideen der Studenten wurden realisiert, andere in abgewandelter Form umgesetzt”, erzählt Boonzaijer zufrieden.

Das Fachpublikum wird die besten drei Ideen in einem Wettbewerb prämieren. Die Messe, die alle zwei Jahre stattfindet, erfreut sich in den Niederlanden bei Fachpublikum und Presse größter Beliebtheit. Man kann davon ausgehen, dass die Designer der FH Aachen dort wieder für so manches Staunen sorgen werden.
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