Aachen - Spektakulärer Brandeinsatz neben dem SuperC der RWTH

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Spektakulärer Brandeinsatz neben dem SuperC der RWTH

Von: Robert Esser
Letzte Aktualisierung:
Feuer / Super C
Immensen Sachschaden und zwei verletze Bauarbeiter forderte das Feuer neben dem Super C der RWTH.

Aachen. Zwei Bauarbeiter, die mit Verdacht auf Rauchvergiftung ambulant behandelt werden mussten, und ein immenser Sachschaden in unbekannter Höhe: Das ist die vorläufige Bilanz eines Brandeinsatzes, der am Dienstagnachmittag gleich drei Züge der Aachener Feuerwehr mit ihren Drehleiterwagen zu den RWTH-Großbauten zwischen Templergraben und Wüllnerstraße rasen ließ.

Hochschulangestellte, die im SuperC arbeiteten, hatten gegen 14.30 Uhr Flammen und starke Rauchentwicklung im Treppenhaus der benachbarten Großbaustelle im „alten Heizkraftwerk” entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert. Seit zwei Jahren wird das ehemalige Kraftwerk der RWTH für mehr als sechseinhalb Millionen Euro mit Seminar- und Hörsälen sowie einer schließlich illuminierten, hochmodernen Fassade ausgestattet. Finanziert wird das vor allem aus Studierendenbeiträgen.

Hitze zerstört Fenster

Am Dienstagnachmittag sorgten erst einmal lodernde Flammen für Angst und Schrecken, nachdem ein Schweißer Stoffbahnen, die zum Schutz der 30 Meter hohen, gerade erneuerten Fensterfront über das Glas entlang des Treppenhauses geworfen worden waren, mit seinem Funkenflug in Brand gesetzt hatte.

„Es hat auf ganzer Höhe gebrannt”, erklärte der Sicherheitsingenieur der RWTH, Peter Müller. „Die Bauarbeiter haben die Bahnen dann heruntergerissen, aber durch die enorme Hitze des Brandes sind alle Fenster gesprungen.”

Wie hoch der Sachschaden ist und ob sich die Einweihung des achtgeschossigen RWTH-Gebäudes mit einer Nutzfläche von 2700 Quadratmetern zum Wintersemester 2010/11 dadurch verzögern wird, war gestern noch nicht abzusehen.

Vier Bauarbeiter flüchteten vor den dichten Rauchschwaden im Treppenhaus auf das Dach des Rohbaus - beobachtet von hunderten Schaulustigen, die sich trotz weiträumiger Polizeiabsperrungen im Studentenviertel aufgehalten hatten. Das Feuer indes war schnell gelöscht.

Die Bauarbeiter wurden von der Feuerwehr über einen Bauaufzug in Sicherheit gebracht, der an der Außenwand des Kraftwerks montiert ist. „Zwei mussten nur kurz ambulant versorgt werden. Es gab keine Verletzten”, teilte ein Polizeisprecher am Abend mit.
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