Aachen - RWTH und FH zeichnen die besten Hochschul-Sportler aus

RWTH und FH zeichnen die besten Hochschul-Sportler aus

Von: Hanna Sturm
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Sportliche Aushängeschilder:
Sportliche Aushängeschilder: Prof. Marcus Baumann (links) und Prof. Ernst Schmachtenberg (rechts) zeichneten mit Nico Sperle, (2. von links) vom HSZ verdiente Sportler aus. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Einen Ausgleich zum Büffeln, spielerischer Wettkampf und Stärkung von Teamfähigkeit - für Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen, hat der Sport viele Vorteile, die den Studenten auch in ihrer wissenschaftlichen Karriere hilfreich sein können.

„Sport und Wissenschaft haben viel gemeinsam, denn auch für gute Forschung ist es wichtig, offen, kreativ und ein bisschen spielerisch zu sein”, so Schmachtenberg. Auch FH-Rektor Marcus Baumann lobte die sportliche Zusammenarbeit zwischen beiden Hochschulen - die Angebote richten sich an Studenten beider Einrichtungen - und betonte auch deren positive Auswirkung auf die Studenten. Deshalb sei es eine wichtige Geste, einmal im Jahr die herausragenden Sportler der RWTH und der Fachhochschule zu ehren.

Kampfsport ist Trumpf

In neun Sportarten waren die Aachener bei Deutschen Hochschulmeisterschaften (DHM) und bei europäischen Vergleichskämpfen erfolgreich und hatten jeweils Platzierungen unter den ersten Drei erreicht. Seit jeher stark vertreten sei der Kampfsport, sagt Nico Sperle, Leiter des Hochschulsportzentrums (HSZ). So war es nicht verwunderlich, dass im Judo, Karate, Ju-Jutsu und Taekwondo Aachener Einzelsportler und Mannschaften brilliert haben.

Auch der Spitzensportpreis, der in jedem Jahr an den herausragendsten Sportler verliehen wird, ging an einen Kampfsportler. Ibrahim Ahmadsei hat nicht nur bei den DHM im Taekwondo den ersten Platz in seiner Gewichtsklasse erreicht, sondern den dritten bei den europäischen Meisterschaften in Portugal. Während Ahmadsei zum ersten Mal bei Wettkämpfen mitgemacht hat, steht Eva Damm seit drei Jahren für die TH auf dem Badminton-Feld und konnte bei den deutschen Meisterschaften zwei dritte Plätze, im Einzel und mit Partner Simon Merkt, einheimsen.

Neben ihrem sportlichen Einsatz ist Damm ehrenamtlich auch Obfrau für Badminton, Schwerpunkt Wettkampf beim HSZ. Sie mache das einfach so nebenher, meint die Studentin der Umweltingenieurswissenschaften. „Zu Beginn des Studiums habe ich noch mehr Zeit beim Training verbracht als im Hörsaal, aber das ist jetzt anders geworden.” Der Sport sei neben den Anforderungen des Studiums ein sehr wichtiger Ausgleich, so Damm. Außerdem schätzt sie das Gemeinschaftsgefühl.

Eine für den Universitätssport traditionellen Sportart hat sich im vergangenen Jahr auch in Aachen etabliert: Im Doppelzweier und im Achter haben die Ruderer mehrere Titel bei der DHM und auch auf internationaler Ebene geholt. Das Training vor Ort in Aachen gestalte sich für die Ruderer noch ein bisschen schwierig, weiß Sperle. „Aber wir arbeiten daran, die Bedingungen hier zu verbessern.”

Auf bessere Trainingsmöglichkeiten können sich demnächst alle Studenten freuen: Nachdem vor einigen Wochen die Erweiterung der RWTH-Gym eröffnet wurde, soll im April der Bau für eine weitere Sporthalle beginnen. Neue Sportstätten würden dringend benötigt, betont HSZ-Leiter Sperle, schließlich sei das Angebot mit 70 verschiedenen Sportarten und rund 14.000 Teilnahmen pro Woche eine „Riesenbewegung”, nicht nur im Spitzenbereich, sondern gerade auch im Breitensport.

Die ausgezeichneten Sportler von RWTH und Fachhochschule Aachen

Hier die Namen der ausgezeichneten Athleten in den jeweiligen Disziplinen:

Badminton: Eva Damm, Bogenschießen: Dominik Brachmanski, Tilman Bremer, Lukas Steinbusch, Gero Lowack, Jan Schlotmann, und Stefan Schoppmann.

Judo: Veronika Takacsova, Rupert Hammen, Markus Kokot, Sven Gohrbandt, Ulrich Viehof, Mahdi Hamdani, Michael Arndt, Arthur Westerkamp, und Dennis Gutsche.

Ju-Jutsu: Jannis Nolten, Georg Engelhardt, und René Leygraf.

Karate: Sandra Freericks.

Rudern: Florian Heesen, Niklas Kell, Mario Friese, Frederik Böhm, Stephan Nolden, Andreas Penkner, Christian Reckzügel, Jonas Wilke, Julian Zawila, Sven Götz, Sebastian Papenkort, Andreas Clausen und Tobias Thöne.

Ski Alpin: Friederike Wittmers, Melissa Grigas, und Philipp Esser.

Sportschießen/Luftpistole: Dominik Brachmanski, Amutha Jothi Seetharaman, und Christian Jörres.

Taekwondo: Ibrahim Ahmadsei.

Den Preis für herausragendes ehrenamtliches Engagement im Hochschulsport erhielt Jette Stahl, die sich über fünf Jahre als Obfrau für den Gesellschaftstanz engagiert hat.

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