RWTH muss Millionen Euro von Studierenden verbauen

Von: Robert Esser
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Aachen. Der mittlerweile 6,5 Millionen Euro teure Umbau des Heizkraftwerkes an der Wüllnerstraße mit zwei Hörsälen für je 196 Studierende und andere Bauvorhaben der RWTH bringen die Hochschule - mindestens - knapp an den Rand der gesetzlichen Investitionsregeln.

Zehn Prozent der Studiengebühren, die der RWTH Aachen pro Jahr rund 19 Millionen Euro einbringen, dürfen laut Landesregierung für Bauvorhaben der Universität ausgegeben werden.

Die Rechnung: 5,75 Millionen Euro für den achtgeschossigen, insgesamt 6,5 Millionen Euro teuren Umbau hinter dem SuperC, der seit 2007 in der Planung ist, stammen aus den Taschen der Studierenden. 2007 und 2008 seien Räumlichkeiten für Grundlagen-Praktika der Physik mit 2,1 Millionen Euro aus Studiengebühren verwirklicht worden, erklärte RWTH-Pressesprecher Toni Wimmer am Donnerstag.

Außerdem werde der geplante Umbau der RWTH-Bibliothek mit 1,5 Millionen Euro zu Buche schlagen, die aus Studiengebühren berappt werden.

Weil all diese Baumaßnahmen aufgrund ihrer langen Planungsphasen über Jahre aufgeteilt in die budgetierten RWTH-Bauinvestitionen einberechnet seien, bleibe die Zehn-Prozent-Regel bislang unberührt, sagte Wimmer. Ohne eine über die Jahre 2007 bis 2010 hinauslaufende Streckung summieren sich allerdings allein die drei laut RWTH aus Studiengebühren finanzierten Anteile für die Baumaßnahmen auf 9,35 Millionen Euro.

Auf vier Jahre gerechnet würde dies rund 2,3 Millionen Euro pro Jahr ausmachen- 400.000 Euro mehr als erlaubt. Laut RWTH werden aber längere Planungsphasen vor dem jeweils ersten Spatenstich verrechnet.
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