RWTH: 19 Millionen für vier Projekte

Von: Anja Klingbeil
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Der Richtkranz schwebt über den Neubauten: Mit Gabriele Golubowitschfreuen sich (v.l.) Joachim Nesseler, Harald K. Lange und Manfred Nettekoven auf den bevorstehenden Umzug. Foto: Andreas Hermann

Aachen. Auch Polier Johann Gier schien sichtlich froh, dass er seinen Richtspruch im Trockenen und Warmen aufsagen konnte. Der Rohbau für das Ersatzgebäude der Technischen Dezernate der RWTH Aachen jedenfalls steht. Und das in neuer Rekordzeit, wie Harald K. Lange, Niederlassungsleiter Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Aachen (BLB), stolz betonte.

Im September 2009 fiel der Startschuss, im August 2010 soll der Bau komplett fertig sein. „Gut, ein wenig Farbe fehlt noch, aber man hat doch schon einen guten Eindruck wie das hier einmal aussehen wird”, sagte Lange.

19 Millionen Euro werden insgesamt in die vier Neubauten - fünfgeschossiges Bürogebäude, zweigeschossige Werkstatthalle, frostsichere Lagerhalle und Fahrzeughalle - investiert. Finanziert wird die Maßnahme mit Mitteln aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes NRW.

Sie dient der Vorbereitung für das Hörsaalprojekt Claßenstraße, wie Manfred Nettekoven, Kanzler der RWTH Aachen, erklärte. Bis 2013 wird der BLB im Kernbereich der RWTH neue Hörsaalplätze schaffen und das unter Denkmalschutz stehende Audimax sanieren. Vorher werden die Technischen Dezernate, die zurzeit noch an der Claßenstraße untergebracht sind, in den neuen Gebäudekomplex im Aachener Westen ziehen.

1,4 Hektar groß ist das Grundstück an der Süsterfeldstraße. Es liegt in unmittelbarer Nähe zum geplanten Campus West. Mehr als 350 Personen werden im neuen Zentrum der RWTH Aachen arbeiten, wie Lange betonte. Die kurze Bauzeit wurde möglich durch die Vorfertigung der meisten Bauteile in der Werkstatt.

Fertigteile wie Stützen, Deckenplatten, Unterzüge und Sandwichfassadenplatten inklusive Wärmedämmung werden montiert. Darunter allein 5000 Tonnen Stahl und 1000 Betonfertigteile. „Wir bauen hier nachhaltige Gebäude, die energetisch wertvoll sind”, sagte Joachim Neßeler von Nesseler Grünzig Bau Aachen. Es ist übrigens nicht der erste Bau, den das Aachener Unternehmen für die RWTH realisiert. Bereits 1925 haben sie das Haus der Studentenschaft an der Turmstraße errichtet. „Die Zusammenführung der Technischen Dienste in diesen neuen Gebäuden halte ich inhaltlich und fachlich für sinnvoll”, so Gabriele Golubowitsch, Baudezernentin der RWTH Aachen und zukünftige neue Hausherrin.

Die Technischen Dezernate der RWTH sind verantwortlich für alle Dienstleistungen an und um die von der RWTH Aachen genutzten Immobilien. Dass der Lehrbetrieb störfrei abläuft, darum kümmern sich Wachpersonal, Hausmeister, Gärtnerei, Fuhrpark sowie eine Vielzahl administrativer und technischer Mitarbeiter.
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