Rektoren fordern mehr Geld für Hochschulpakt II

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Aachen. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat in Aachen eine „verbindliche Einigung” der Länder beim Hochschulpakt II verlangt.

Einen Tag vor dem entscheidenden Treffen der Wissenschaftsminister von Bund und Ländern kritisierte die wiedergewählte HRK-Präsidentin Margret Wintermantel das vorgesehene Finanzvolumen.

Die jetzt geplante Erhöhung der Mittel sei zwar erfreulich, bleibe aber mit 6500 Euro pro zusätzlichem Studienanfängerplatz hinter den tatsächlichen Durchschnittskosten von 7300 Euro zurück, sagte Wintermantel bei der Jahresversammlung der Rektoren am Dienstag in Aachen.

Wintermantel forderte von den Ländern, die Defizite bei der Finanzierung von Studienplätzen durch zusätzliche Mittel individuell auszugleichen. „Unterfinanzierte Studienplätze können wir uns nicht leisten. Wir brauchen gut ausgebildete junge Leute vor allem in den teureren Ingenieur- und Naturwissenschaften”, sagte die HRK- Präsidentin laut Mitteilung. Im übrigen bleibe es ein großes Manko, dass auch beim Hochschulpakt II der höhere Betreuungs- und Lehraufwand in den neuen Bachelor-Studiengängen unberücksichtigt bleibe, ebenso auch die anteiligen Investitionen für Seminarräume und Hörsäle.

Mit dem Hochschulpakt II sollen bis 2015 für die geburtenstarken Abiturientenjahrgänge 275.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden. Bund und Länder wollen auf ihrer Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) an diesem Mittwoch in Berlin nicht nur den Hochschulpakt II verabschieden, sondern auch zwei milliardenschwere Sonderprogramme für die Forschung.

Dabei geht es um den „Pakt für Forschung”, mit dem den Forschungsorganisationen jährliche Etatsteigerungen garantiert werden soll sowie um die Fortsetzung der Exzellenzinitiative zur Förderung der Spitzenforschung und Aufbau von Elite-Universitäten.

Die Jahresversammlung wählte die Saarbrücker Sozialpsychologin Wintermantel für drei weitere Jahre zur HRK-Präsidentin. Als Vize- Präsidenten wurden der Erziehungswissenschaftler Dieter Lenzen (Freie Universität Berlin) und der Sozialwissenschaftler Wilfried Müller (Universität Bremen) in ihren Ämtern bestätigt.
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