Platz fürs „Studi-Mobil” der Zukunft

Von: Laura Knops
Letzte Aktualisierung:
Die neue Radstellanlage am Aud
Die neue Radstellanlage am Audimax: von links Richard Corban (RWTH), Gabriele Golubowitsch (RWTH), Gaby Mans (Stadt), Dezernentin Gisela Nacken und Bela Brenger (AStA) bei der Einweihung. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Zu viele Fahrräder, zu wenige Stellplätze - für viele Studenten war das lange ein Problem. Nun ändert sich etwas - im Rahmen des Mobilitätskonzeptes der RWTH Aachen wurden 90 neue Fahrradbügel für 180 Zweiräder am Audimax angebracht.

In den nächsten zwei Jahren sollen die bestehenden „Vorderradhalter” durch 440 neue Bügel ersetzt werden und bieten dann insgesamt 880 Fahrrädern Platz. Alle Radstellanlagen sollen rund um die Wüllnerstraße in den nächsten Monaten umfassend erneuert werden - Kosten etwa 76.000 Euro. Auch an verschiedenen anderen Standorten, wie zum Beispiel auf der Hörn, Schinkelstraße, an der Hochschulbibliothek oder in der Professor-Pirlet-Straße, werden die Fahrradstellplätze neu ausgestattet.

Die Förderung des Radverkehrs ist ein wichtiger Teil des Konzeptes, bei dem Stadt und Hochschule eng zusammenarbeiten. Das Fahrrad ist schon jetzt das Hauptfortbewegungsmittel der meisten Studenten. Bei denjenigen die noch mit dem Auto zur Uni fahren, ist ein zunehmender Trend vom Auto zum Fahrrad oder zu den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkennen. „Fahrrad fahren bekommt eine immer größere Bedeutung. Längst ist das Auto kein Statussymbol mehr für Jugendliche” erklärt Gisela Nacken, Planungs- und Umweltdezernentin. Das liegt wohl auch daran, dass es nur begrenzte Parkflächen im Umkreis der Hochschule gibt. Seit Oktober ist der Radverkehr Mittelpunkt eines Gemeinschaftsprojektes der Stadt Aachen und der RWTH. Neben Fahrradwegen soll die Fahrradmobilität synchronisiert werden und eine gute Infrastruktur entstehen.

Anstoß hat das gemeinsame Projekt gefunden durch die Studierendenschaft, die bessere Bedingungen für die Studenten forderte. „Die Hochschulleitung hat sich etwas „geschoben” gefühlt vom Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA), aber im Grunde sind wir froh. Wir waren uns sehr schnell einig, dass die bestehende Situation für alle unbefriedigend war” sagt Gabriele Golubowitsch, Leiterin des Facility Management der RWTH Aachen.

Das Mobilitätskonzept der RWTH sei auch ein Stück eigennützig, erklärt Golubowitsch. Als größter Arbeitgeber in der Stadt spielt die dienstliche Mobilität natürlich auch eine entscheidenede Rolle und damit auch die Parkplatzfrage. Vor allem will die Hochschule Vorreiter sein.

Zusätzlich soll ein digitales Mobilitätsportal eingerichtet werden, in dem man erfahren kann wie jeder Standort durch beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel zu erreichen ist.

Fahrradstellplätze werden schon in die ersten Planungsphasen eingebaut. Gut zu erkennen an dem neuen Hörsaalzentrum in der Claßenstraße. Dort werden täglich mehr als 4000 Menschen ein und ausgehen. Genügend Stellplätze - rund 600 - stehen dann in einem „Fahrradparkhaus” zur Verfügung.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert