Pfiffige Ideen: RWTH zeichnet Dozenten und Studenten aus

Von: abt
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Aachen. Die Lehre ist eine alte Dauerbaustelle (auch) an der RWTH, auf der inzwischen aber zumindest mit mehr Plan und Personal gearbeitet wird. Für herausragendes Engagement ihrer Dozenten lobt die Hochschule seit zehn Jahren eigens einen mit insgesamt 18.000 Euro dotierten Lehrpreis aus.

Zusammen mit verschiedenen anderen Auszeichnungen und dem Wissenschaftsjournalismus-Preis wurden die Sieger 2011 jetzt beim Jahresrückblick „RWTH transparent” geehrt.

Unter dem Namen „Projektteam emedia skills lab Neurologie” tut sich am Uniklinikum Bemerkenswertes. Ein Team aus Mitarbeitern der Neurologischen Klinik, der Neurochirurgie und des Audiovisuellen Medienzentrums der RWTH fertigt Filme von Patienten mit „lehrreichen” Krankheiten, an denen Medizinstudenten Symptome auch im Selbststudium erkennen und vergleichen können. 300 Filme von 100 Patienten liegen derzeit vor in dem mit 300.000 Euro geförderten Vorzeigeprojekt, das bereits an fünf weiteren Kliniken Nachahmer gefunden hat.

Der zweite Preis geht an Lehrende der Lehrveranstaltung Grundgebiete der Informatik II. Sie haben ein ganzes Bündel innovativer „Hilfe zur Selbsthilfe”-Maßnahmen erfunden, darunter eine Hausaufgabenhitparade. Den dritten Platz machte die Video AG der Fachschaft Mathematik/Physik/Informatik. Die Studenten zeichnen ehrenamtlich Vorlesungen auf, etwa zehn pro Semester, und stellen sie ihren Kommilitonen online zur Verfügung.

Der für 2011 zum zehnten Mal ausgelobte RWTH-Preis Wissenschaftsjournalismus prämiert „herausragende Berichterstattung aus Lehre und Forschung”, die „wegweisende Beispiele dieser wichtigen Transferarbeit würdigen”.

Wissenschaftsjournalismus-Preis

Den ersten, mit 1500 Euro dotierten Preis, erkannte die Jury unter 33 Bewerbern Dr. Max Rauner zu, Redakteur von „Die Zeit”, für seinen Artikel „Total vernetzt”. Der mehrseitige Beitrag beschreibt die Erforschung sozialer Netzwerke mit sozial- und naturwissenschaftlichen Methoden. Der zweite Preis ging an Dr. Christian Jung, der in „Bild der Wissenschaft” das Schicksal eines mit Mitte 40 an Parkinson erkrankten Mannes, offenkundig der Autor selbst, und die therapeutischen Möglichkeiten und vor allem Hoffnungen beschreibt („Ich baue auf die Forschung”).

Im selben Journal erschien „Grün ist die Hoffnung”, für den die freiberufliche Journalistin Tanja Krämer den dritten Preis bekam. Die Autorin stellt die Erforschung von Algen als Basis für Biokraftstoffe dar.
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