NRW hält an Studiengebühren fest

Von: epd
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<b>Köln. </B>Nordrhein-Westfalen wird nach den Worten von Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) an Studiengebühren festhalten.

„Die große Zahl” der Studenten sei mit der Verwendung der Gebühren zufrieden, vor allem wenn sie an den Entscheidungen beteiligt seien, sagte Pinkwart am Freitag im WDR. Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum habe zudem ergeben, dass nach der Einführung von Studiengebühren der Anteil von Studenten aus einkommensschwächeren Familien an der Uni gestiegen sei.

Bundesländer mit Studiengebühren hätten außerdem höhere Zulassungszahlen als andere Bundesländer, sagte der Minister weiter. In Nordrhein-Westfalen ist das Studienbeitragssystem nach Pinkwarts Auffassung sozialverträglich gestaltet, daher könne es auch gelingen, „die Qualität des Studiums zu verbessern, ohne dass es zu sozialen Schieflagen kommt”.

Die Abschaffung der Studiengebühren gehört zu den Hauptzielen der Studenten, die seit Wochen durch zahlreiche Proteste bessere Studienbedingungen erstreiten wollen.

Als Reaktion auf die Proteste einigten sich die Kultusminister der Länder und die Rektoren der Hochschulen am Donnerstag in Bonn auf eine Reform der umstrittenen Bachelor- und Masterstudiengänge. Unter anderem sollen der Lernstoff und die Zahl der Prüfungen reduziert werden.

Auch der Wechsel zwischen Hochschulen soll leichter werden. Diese Nachbesserungen reichten jedoch nicht aus, betonte Pinkwart am Freitag. Nötig sei mehr Personal an den Hochschulen: „Die Betreuungsrelation muss verbessert werden.”

Mit dieser Frage müsse sich auch der Bildungsgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Mittwoch befassen. Pinkwart hatte ein Hochschulsonderprogramm vorgeschlagen mit dem Ziel, in den kommenden zehn Jahren 5000 zusätzliche Stellen an den Hochschulen zu schaffen. Er appellierte im WDR an die Hochschulen an Rhein und Ruhr, bereits jetzt mehr Lehrpersonal einzustellen. Ihre Mittel seien seit 2005 um 600 Millionen Euro pro Jahr erhöht worden.
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