Aachen - In früheren Bürostuben büffeln bald Studenten für ihre Karriere

In früheren Bürostuben büffeln bald Studenten für ihre Karriere

Von: Hans-Peter Leisten
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Die Rohre schlucken zurzeit kräftig Bauschutt: Bereits im Herbst sollen Studierende im ehemaligen Versorgungsamt an der Schenkendorfstraße im Frankenberger Viertel eine Bleibe finden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Rund drei Jahre lang stand der Komplex leer und war alles andere als eine Zierde für das beliebte Frankenberger Viertel. Die Zeit ist passé, nicht nur das Gebäude wird die Ecke Bismarckstraße/Schenkendorfstraße optisch erheblich aufwerten, auch seine künftigen Bewohner werden für Leben im Viertel sorgen.

Aus dem früheren Versorgungsamt wird ein funktional-schicker Wohnkomplex für Studenten. Wo früher Beamte an Schreibtischen saßen, werden dies künftig mit anderer Themenausrichtung Nachwuchsakademiker sein - in insgesamt 64 komplett neu gestalteten Wohnungen. Aber es passiert noch viel mehr auf den insgesamt 1850 Quadratmetern Wohnfläche.

„Mit dem Koffer einziehen”

Alexander Quadflieg ist zuständig für das Projekt. Der Diplom-Ingenieur ist Geschäftsführer der Bauunternehmung Quadflieg. Eigentümer des Objektes, das von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gekauft wurde, ist die eigens gegründete „Schenkendorf-Straßen Vertriebs- und Verwaltungs GmbH und CoKG”. Bevor´s zu kompliziert wird: Das traditionsreiche Aachener Unternehmen Quadflieg realisiert das Objekt bis zur Schlüsselfertigkeit. „Schlüsselfertig bedeutet in der Tat, dass die späteren Bewohner mit dem Koffer einziehen können”, verspricht Alexander Quadflieg.

Bevor dies so weit ist, muss aber einiges an Mauern weggestemmt und Leitungen neu verlegt werden. Denn das Gebäude wird vorübergehend wieder in Rohbauzustand versetzt. Die Entkernungsarbeiten und die damit unvermeidliche Lärmbelästigung für die Nachbarschaft sollen Mitte nächster Woche beendet sein. Dann geht es an die Innenausstattung, die nicht nur an ästhetischen, sondern auch energetischen Maßstäben ausgerichtet wird. Auch die Schallschutzfenster und die Vollwärmeschutzfassade sorgen für modernen Standard.

Drei der 64 Einheiten werden als Wohngemeinschaften in der Größenordnung von 90 Quadratmetern mit jeweils zwei Badezimmern konzipiert, die weiteren 61 als Studentenappartment in einer Größe zwischen 20 und 40 Quadratmetern. Sie sind komplett mit barrierefreiem Badezimmer, Küchenzeile, vollem Mobiliar, Schreibtisch, Kleiderschrank, Fernseher, Kabel- und WLAN-Anschluss ausgestattet.

Die Grundrisse des Gebäudes aus dem Jahr 1954 werden genauso bewahrt wie das Treppenhaus mit der aufwändig gestalteten Bleiverglasung inklusive Landes- und Bundeswappen.

Das Objekt ist bereits komplett an einen Aachener Investor verkauft, der die Wohnungen an Studierende vermietet. Zu Beginn des Wintersemesters soll das Projekt fertig sein. „Ein ehrgeiziger, aber machbarer Zeitplan”, ist Alexander Quadflieg optimistisch, dass das Leben im Frankenberger Viertel bereits zum Herbst einen neuen Impuls erhält.
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