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Hochschulsportshow: Bauchtanz, Ju-Jutsu, Rock´n´Roll

Von: Elisa Zander
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Die Gruppe Turnen erhielt für ihre perfekte Choreographie im Stil des Science-Fiction-Films Matrix begeisterten Applaus. Foto: Leah Hautermans

Aachen. Sie stehen in einer Reihe, Filmmusik setzt ein. Innerhalb von Sekunden beginnt eine mitreißende Action-Show. Männer springen von Tribünen, rennen Salti schlagend in die andere Ecke der Halle. Nun stehen sie sich gegenüber: die Guten und die Bösen. Aber wer ist wer?

Bei der fulminanten Show, die nun folgt, steht das nicht im Vordergrund. Vielmehr ist es das Können, das die Turner der Hochschulsportgruppe der RWTH da zeigen. Es geht Schlag auf Schlag, keine Pause lässt man den Bewunderern auf der Tribüne. Die Menge tobt. Und dabei war es erst der Auftakt zur Hochschulsportshow.

Das, was 1973 als „Hochschulsportfest des Winters” begann, etablierte sich bis 1990 zu einem Spektakel, das bis heute als Hochschulsportshow weit über die Grenzen der RWTH Aachen hinaus bekannt ist.

16 Gruppen aus dem über 70 Sportarten umfassenden Angebot des Hochschulsportzentrums haben seit dem Herbst eine Choreographie einstudiert. Hinzu kommen passende Kostüme und die zum Thema gehörende Musik - alles in Eigenleistung. Das Hochschulradio hat die Moderation übernommen, das Rechenzentrum überträgt die Veranstaltung auf Großleinwände.

Doch die Organisationsfäden hält Eventmanagerin Nina Zirke vom Hochschulsportzentrum in der Hand. „Nach der langen Vorbereitungsphase bin ich froh, dass es heute endlich so weit ist”, freut sich die 28-Jährige.

Neben traditionsreichen Sportarten wie Turnen oder Gesellschaftstanz, darunter auch Rock´n´Roll, werden Ju-Jutsu, Savate (eine Kampfsportart) oder orientalischer Tanz vorgeführt. Nina Zirke hat zusammen mit der Regie besonders darauf geachtet, eine Balance zwischen den ruhigen und lebhaften Vorführungen zu halten. „Das mach die Show schließlich aus.”

36 Aktive ausgezeichnet

Ruhig geht es etwa während der Choreographie der Bauchtanzgruppe zu, was aber keineswegs Langeweile bedeutet. Elegant mit ihren bunten und glitzernden Kostümen tanzen sich die Damen in die Herzen der Zuschauer. Was nun folgt, war - ganz nach dem Geschmack der Regie - ein Wechsel zum schnellen Ju-Jutsu.

Eine kleine Geschichte um die Selbstverteidigung im eigenen Wohnzimmer hatten sich die Sportler einfallen lassen - gekrönt von einem Gag: Ein Steinzeitmensch haut den letzten noch Stehenden k.o.. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von der Big Band der RWTH sowie erstmals dem Hochschulchor der FH.

750 Zuschauer sahen die Show der Sportler. Gerne würde Nina Zirke mehr Interessenten die Halle öffnen, „aber wir sind hier am absoluten Limit angekommen”. Eine neue Sporthalle müsste her. Darin könnte das Hochschulsportzentrum auch weitere zusätzliche Sportkurse anbieten.

„Wir haben Gruppen, die mit über 200 Studenten hier in der Halle sind”, erklärt Nina Zirke. Zwar ist eine neue Halle in Planung, doch die Finanzierung fehlt.

Wie in jedem Jahr wurden bei der Show auch die erfolgreichsten Sportler des Jahres 2009 ausgezeichnet. 36 Aktive konnten in acht Sportarten Ränge unter den ersten drei Platzierungen bei Hochschulwettbewerben erreichen.

Außerdem wurde der „Spitzensportpreis” von der Stawag an den Judoka Patrick Haas verliehen. Ausgezeichnet wurde weiterhin Swenja Schiwatsch mit dem Ehrenamtspreis der Sparkasse Aachen für ihr Engagement als Obfrau im Hip Hop und Aerobic.
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