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Hochschulpfarrer Christoph Stender geht nun andere Wege

Von: Amien Idries
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Aachen. „Weiter geht die Zeit” klang es am Sonntag aus den Kehlen der „Tempelsinger” in der Citykirche St. Nikolaus. Der Aachener Gospelchor sorgte nicht nur für das stimmungsvolle Ambiente beim Semesterabschlussgottesdienst der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), sondern lieferte mit diesem Lied auch den inhaltlichen Leitfaden.

Es galt nämlich Abschied zu nehmen. Nicht nur vom Wintersemester, sondern auch vom leitenden Hochschulpfarrer Christoph Stender, der sich nach 16 Jahren ab dem kommenden Sommersemester einer neuen Aufgabe widmen wird.

„So voll wie heute ist es nicht immer”, begrüßte Stenders kommissarischer Nachfolger, Pfarrer Christoph Simonsen, die zahlreichen Gäste unter denen sich viele junge Menschen befanden.

„Ein Zeichen dafür, dass deine pastorale Arbeit, lieber Christoph, fünf Generationen von Studenten gut getan hat.” Dies wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Stenders neuer Arbeitsplatz ist nämlich das Mentorat für Studierende der katholischen Theologie an der RWTH.

„Das Mentorat begleitet das theologische Studium von kirchlicher Seite”, erläutert der gebürtige Düsseldorfer im Gespräch mit den „Nachrichten”, „wir unterstützen die Studenten in Bereichen wie Persönlichkeitsentwicklung oder praktischer Berufserfahrung aber natürlich auch in seelsorgerischen Fragen.”

Da er weiterhin mit vielen jungen Menschen zu tun habe, gehe er die neue Aufgabe mit großer Freude an. „Der große Unterschied zur Arbeit bei der KHG ist, dass die Hochschulpastoral ein Angebot an Studierende darstellt, während das Mentorat verpflichtend ist.”

Keinesfalls als lästige Pflicht dürfte Pfarrer Rolf-Peter Cremer die Teilnahme an der Verabschiedung empfunden haben. Der im Generalvikariat für die Bereiche Pastoral, Schule und Bildung zuständige Cremer hielt die Predigt. Ausgehend von den „unsäglichen Aussagen des sogenannten Bischofs Williamson” und der vielerorts geäußerten Kritik an der Amtsführung des Papstes, fragte Cremer: „Wie gehen wir mit Macht um?” Die Antwort auf diese Frage leitete er aus dem Evangelium ab: Heilung, Verkündigung und Gebet. Diese drei Elemente, die Jesus im Umgang mit seiner Allmacht auszeichneten, seien die Richtschnur, gab Cremer den Gläubigen mit auf den Weg.

Zu den Gospelklängen der Tempelsingers, die manchen Kirchenbesucher mitwippen ließen, endete der Gottesdienst schließlich so stimmungsvoll, wie er begonnen hatte: „Oh, when the saints go marching in.”
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