Radarfallen Blitzen Freisteller

Gute Quote: 5000 „Erstis” erkunden ihre neue Heimat

Von: Oliver Schmetz
Letzte Aktualisierung:
startbild
Bestens betreut: Die Tutoren Martin Heyn (links) und Gregor Glehn haben für ihre Erstsemester ein pralles Programm zwischen Hörsälen, Fachschaft und Partymeile parat. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Fast könnte man meinen, die junge Frau müsse sich vorkommen wie alleine unter Männern. Und dass diese „Quotenfrage” ja wohl typisch ist für so manches Studienfach an Aachens RWTH. Doch Christiane Rahe belasten derlei Gedanken nicht.

„Ach was”, sagt die junge Frau lachend, „ich bin im Gegenteil überrascht, wie viele Frauen wir doch sind.”

Es kommt eben immer auf den Blickwinkel an: Die 19-Jährige aus Ratingen bei Düsseldorf ist eine von drei Studentinnen in dem 25-köpfigen Tutorium, das nur eines ist von zehn, die sich gerade gebildet haben, als genau 248 neue Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens im Fachbereich Elektrische Energietechnik aus dem grünen Hörsaal im Audimax geströmt sind.

Dort haben sie zuvor die ersten Infos über ihren Studiengang erhalten - und nicht nur diese Erfahrung an diesem Montag mit einer Menge anderer junger Neu-Aachener gemeinsam.

„Liegen über Zahl des Vorjahrs”

Auf gut 5000 taxiert die RWTH die Zahl der Erstsemester, die in Aachen ein neues Lebenskapitel aufschlagen, die seit Montag in Gruppen Stadt und Hochschule erkunden und heute bei einer großen Erstsemester-Rallye in der City wohl auch so manchen Einheimischen kontaktieren werden. Die genaue Zahl kann die Hochschule (noch) nicht nennen. Die gibt es erst im November. „Aber bei den Zwischenwerten liegen wir schon über dem Vorjahr”, sieht RWTH-Sprecher Toni Wimmer hier eine gute Quote.

Doch egal, ob mehr oder weniger: Die „Erstis” - leicht erkennbar am Auftreten in Kleingruppen und Namensschildern auf der Brust - prägen das Stadtbild und bevölkern Cafés und Kneipen. Und nicht nur wegen Letzterem sind sie auch ein Wirtschaftsfaktor. Jedenfalls ist der Erstsemesterstart auch für Werber von Automobilclubs und Geldinstituten unübersehbar ein wichtiger Tag...

Viel zu sehen bekommt derweil Christiane Rahe. „Das ist alles neu und unbekannt”, lautet ihr erstes Urteil über die neue Heimat. Kein Wunder aber auch, schließlich kannte sie von Aachen bisher „nur den Weihnachtsmarkt”. Dass sich das ändert, dafür sorgen in diesen ersten TH-Tagen Martin Heyn und Gregor Glehn. Die beiden sind Fünftsemester und geben als Tutoren ihren Erfahrungsschatz an die Neuen weiter.

Gute Noten für die Tutoren

Wo finde ich was, was muss ich für mein Studium wissen, was ist gut, schlecht, wichtig oder schlicht lustig in Aachen? Zur Beantwortung dieser Fragen haben sie ein minutiöses Programm ausgearbeitet. Und erhalten am Ende des ersten Tages von Christiane Rahe ausgesprochen gute Noten. „Das Ganze ist sehr gut organisiert und eine große Hilfe beim Start ins Studium. Und ich habe schon viele nette Leute kennengelernt.”

Zu ihren neuen Bekanntschaften gehört auch der Stundenplan, und der hat es in sich. „Manchmal geht es von morgens acht bis abends acht, da ist alles dabei.” An diesem Montag geht es abends um acht aber weiter - und vielleicht erst richtig los. „Kurzeinweisung in die Pontstraße” haben die Tutoren als Programmpunkt angesetzt, was der Aachener übersetzen würde mit: Nachtleben. Und spätestens da und bei den Erstsemester-Partys dürfte sich die Sache mit der Frauen- oder Männerquote wieder verschieben - je nach Blickwinkel natürlich.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert