Aachen - Ganz viel Sport auf einem Poster

Ganz viel Sport auf einem Poster

Von: Verena Richter
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Zusammengeklappt ist es unwesentlich größer als ein Bierdeckel, aufgefaltet allerdings offenbart das Hochschulsportprogramm-Leporello die ganze Vielfalt, die das Hochschulsportzentrum (HSZ) der RWTH Aachen für das Sommersemester 2011 einmal mehr auf die Beine gestellt hat.

Mehr als 70 Kurse bietet das HSZ an und neben Klassikern wie Fußball oder Tennis sind auch Exoten wie Arnis oder Tai Chi Chuan vertreten.

So viel Auswahl ist natürlich kein Zufall sondern gewollt, wie Peter Lynen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des HSZ, erklärt: „Wir bieten nach der Schule die zweite große Chance zum Sport zu kommen. Und gerade diejenigen, die beim Schulsport keine guten Erfahrungen gemacht haben, können hier erleben, dass Bewegung doch Spaß macht.” Daher fänden auch immer wieder Trendsportarten den Weg ins Programm des HSZ, in diesem Semester kommen Cardio Tennis, eine Kombination aus Tennis und Zirkeltraining, sowie das lateinamerikanische Tanz-Workout Zumba hinzu. Und obwohl es das erste Mal sei, dass das HSZ diese Kurse anbiete, zeige sich schon jetzt das große Interesse der Studierenden, sagt Nico Sperle, Leiter des HSZ.

Eine Tatsache, die insgesamt auf viele Angebote zutreffen würde, so Sperle weiter. „Viele Kurse sind ruckzuck ausgebucht, egal ob Spinning oder Gesellschaftstanz, die Nachfrage ist enorm.” Ein Umstand, der den Leiter des HSZ aber nicht nur Freude bereitet. Zeigt sich doch gerade an dieser Stelle ein Dilemma, in dem der Hochschulsport in Aachen stecke, bemerkt Sperle.

„Wir haben einfach zu wenige Sportanlagen, um der großen Nachfrage gerecht zu werden.” Eine Studie zeige, dass 33 Prozent der Studierenden nicht zum HSZ kommen würde, „weil es bei uns zu voll ist”, erklärt Sperle. Dabei sei Sport die einfachste und beliebteste Möglichkeit für Studenten einen Ausgleich in ihrem Alltag zu schaffen. Natürlich versuche das HSZ vieles, um diese Situation zu ändern, so werde derzeit das hochschuleigene Fitnessstudio auf 1100 Quadratmeter ausgebaut und die Beachvolleyball-Anlage sowie die Cagesoccer-Anlage seien in den vergangenen Monaten auch erweitert worden, dennoch fehlten Kapazitäten, wie auch Daniel Woltering, Sportreferent des Sportreferats der Aachener Hochschulen, sagt.

„Die Qualität des Hochschulsports ist sehr hoch, doch quantitativ müsste mehr gehen. Es werden in Zukunft ja eher mehr junge Menschen studieren.” Entmutigen lässt man sich in Aachen dennoch nicht und so scheue man sich auch nicht, neues zu probieren, sagt Peter Lynen. Spezielle Gesundheits- und Ernährungskurse, Fitness am Arbeitsplatz für Bedienstete der RWTH oder die Gründung einer Uniliga Cagesoccer, der Vielfalt ist in Aachen kaum eine Grenze gesetzt. Und darum ist das Hochschulsportprogramm-Leporello aufgeklappt so groß wie ein Poster.

Zum 20. Mal bei Meyer und Meyer erschienen

Das Leporello des Hochschulsportprogramms, das in diesem Jahr zum 20. Mal beim Meyer und Meyer Verlag erschienen ist, können Interessierte in jeder Aachener Buchhandlung, bei den Sportstätten des Hochschulsports und beim Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) erhalten.

Es ist kostenlos und enthält auch Informationen zu den Extratouren und den bekannten Events, die das HSZ im Sommersemester 2011 anbietet. Wichtige allgemeine Informationen sind für ausländische Studierende auch auf englisch abgedruckt.
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