Fast lauter als im Fußballstadion

Von: Jan Mönch
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Auf dem Eis gab es spannende Zweikämpfe, und drumherum verwandelten 2750 Zuschauer die Eissporthalle in einen Hexenkessel. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Stimmung bei einem richtig guten Fußballspiel lässt sich durch nichts toppen. Zu den wenigen Sportsfreunden, die das bestreiten, gehören die Fans des Eishockey. In der Eissporthalle bekam man am Donnerstag eine Ahnung davon, was gemeint ist.

2750 Besucher hatten den Weg an die Krefelder Straße gefunden - ein Zuschauerrekord, der nur durch eine „verbesserte Notausgangssituation” (Nina Zirke vom Hochschulsport) ermöglicht wurde. Dennoch war es im Vorfeld eine Sache von Minuten gewesen, bis alle Karten verkauft waren.

Um die Eisfläche herum tobte so bis nach Mitternacht gerammelt voll der vielzitierte Hexenkessel. „Party trifft Sport und Sport trifft Party - je nachdem, von welcher Seite man sich da annähert”, bringt Nico Sperle, Leiter des Hochschulsports, den Reiz der Veranstaltung auf den Punkt, die erstmals auch von RWTH-Prorektor Professor Günther Schuh besucht wurde.

Rivalität mit Tradition

Und außerdem lässt sich im Hexenkessel Eissporthalle auch die zwar nicht allzu ernst zu nehmende, aber dennoch traditionsreiche Rivalität ausleben, die man zwischen den Fakultäten seit jeher füreinander empfindet. Denn innerhalb der drei beteiligten Mannschaften bleiben Mediziner (Medical Strikers), Elektrotechniker (ET Lions) und Maschinenbauer (Aachen Steelers) jeweils unter sich.

Das verlangt innerhalb der Mannschaften eine ganz andere Form des Teamgeists, als Studenten und Dozenten ihn sonst in Forschung und Lehre an den Tag legen müssen. Nacheinander treten Lehrende, Studentinnen und Studenten der Fachbereiche gegeneinander an, um Punkte für ihr jeweiliges Team zu sammeln.

Schwer zur glauben, dass die Veranstaltung in ihrem Geburtsjahr 1990 mit gerade mal zehn Zuschauern über die Bühne gebracht worden sein soll. „Wir nehmen teil, weil der Cup von einem Medizinprofessor gegründet wurde”, erinnert Magnus Dötsch aus der Fachschaft Medizin an den Veranstaltungsvater Christian Mittermayer. Und bestätigt die Rivalität beim Fakultätsdreikampf: „Natürlich wollen wir den Cup nicht den Maschis überlassen.”

Genau das taten Strikers und Lions allerdings : Die Steelers konnten knapp ihren Titel verteidigen - wie im Vorjahr nach einem Penaltyschießen gegen die Lions. Ebenfalls als Gewinner gingen das Aachener Ronald-McDonald-Haus sowie die Hilfsorganisation „Right to Play” aus der Veranstaltung hervor: 3000 Euro wurden für wohltätige Zwecke gespendet.
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