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Fachwechsel rechtzeitig angehen

Von: dpa
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Den Fachwechsel rechtzeitig angehen: Wer sich bis zum dritten Semester neu orientiert, muss nicht um seine Ausbildungsförderung fürchten. Foto: dpa

Berlin. Studenten müssen einen Fachwechsel rechtzeitig angehen. „Je früher man die Reißleine zieht, desto besser”, sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk (DSW) in Berlin. Generell müsse ein Umstieg in ein neues Fach „kein Beinbruch” sein.

Studenten könnten aber ihren Bafög-Anspruch verlieren, wenn sie ihr Fach zu spät im Studium wechseln. Außerdem sollten sie frühzeitig klären, ob sie sich ihre Leistungen im neuen Fach anrechnen lassen können. Auf diese Weise verlören sie bei einem Wechsel weniger Zeit.

Bafög-Empfänger müssten die Fristen für einen Fachwechsel einhalten, um ihren Anspruch auf die Förderung nicht zu verlieren, erklärt Grob. So werden Studenten bei einem Wechsel bis zum Beginn des vierten Fachsemesters weiter gefördert, wenn sie einen wichtigen Grund vorweisen können. Bis zum Beginn des dritten Fachsemesters wird in der Regel davon ausgegangen, dass es einen solchen Grund gibt, wie das Bundesbildungsministerium in einem Merkblatt erläutert. Als wichtiger Grund werde etwa eine mangelnde Eignung für das Fach anerkannt. Kein Argument sei es, dass sich die Berufsaussichten in dem Fach verschlechtert haben.

Nach Beginn des vierten Fachsemesters erhalten Studenten bei einem Fachwechsel nur noch in Ausnahmefällen weiter Geld vom Staat. Dafür müssen sie dem Ministerium zufolge einen „unabweisbaren Grund” haben, der eine Fortsetzung des Studiums unmöglich macht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Chemie-Student eine Allergie gegen Stoffe entwickelt, mit denen er im Labor hantieren muss.

Bachelor-Studenten machen sich häufiger Gedanken über einen Fachwechsel als ihre Kommilitonen im alten Studiensystem. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Universität Konstanz, an der 7600 Studenten im Wintersemester 2009/10 teilgenommen haben. An Universitäten spielt demnach jeder Vierte im Bachelorstudium (25 Prozent) zumindest ab und zu mit dem Gedanken, in ein anderes Fach umzusteigen. Der Anteil im Diplom (12) oder Magister (10) ist deutlich niedriger. An Fachhochschulen denkt nur jeder Siebte (14) im Bachelor über einen Fachwechsel nach. Das ist aber immer noch ein wesentlich höherer Anteil als im Diplom (6).

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