Aachen - Ein brandneuer „Kühlschrank” für die Elite-Uni

Ein brandneuer „Kühlschrank” für die Elite-Uni

Von: Robert Flader
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Der „fröhliche Hammerschlag” darf nicht fehlen: Professor Dr. Christian Bischof, Kanzler Manfred Nettekoven, Rektor Professor Dr. Ernst Schmachtenberg und Umweltdezernentin Gisela Nacken (v.l.) beim Richtfest zum Anbau des neuen Rechenzentrums. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Gewiss, die Eckdaten dürften schon mal einen kleinen Vorgeschmack darauf geben, was die RWTH Ende des Jahres von ihrem aktuell noch im Bau befindlichen neuen Technikzentrum erwarten darf: 1800 Quadratmeter Nutzfläche, 1,6 Megawatt Leistung für den nächsten Hochleistungscomputer und eine reine Kühlstärke von 2,4 Megawatt.

Wahrlich imposante Zahlen, dazu ist der neue „Kühlschrank”mit Kosten in Höhe von rund neun Millionen Euro vergleichsweise ein Schnäppchen.

Und obschon Zahlen alleine oftmals nicht die ganze Geschichte erzählen, verraten sie im Falle des Technikgebäudes für „Simulation Science” am Rechen- und Kommunikationszentrum (RZ) der RWTH doch eine ganze Menge. Die Elite-Uni darf sich mit dem pompösen Gebäudekomplex auf ganz neue Datenverarbeitungs- und Forschungsmöglichkeiten freuen, so viel steht fest.

„Die Erweiterung bietet uns die notwendige moderne und leistungsfähige Infrastruktur”, freut sich Professor Dr. Ernst Schmachtenberg. Der RWTH-Rektor gibt aber zu, dass die Realisierung des „immens wichtigen Projektes” ohne Unterstützung des Landes nicht möglich wäre. Doch der Nutzen scheint bei weitem nicht alles zu sein, der Anbau des RZ soll seiner repräsentativen Rolle als neuem Hochleistungszentrum auch optisch gerecht werden. „Es soll schließlich nicht nur zweckmäßig sein, sondern auch großartig aussehen”, so Schmachtenberg beim Richtfest im Rohbau.

Dort wird im kommenden Jahr auch ein weiterer Rechner Marke „Supercomputer” stehen. Die Datenverarbeitung beansprucht immer mehr Platz. Klaus Heine zeigt sich ebenfalls begeistert vom „futuristischen Neubau”, wie ihn der stellvertretende Leiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs, dem Bauherrn des neuen Gebäudes, bezeichnet. „Es wird gewissermaßen eine Art Fabrik sein, mit einem überdimensionalen Maschinensaal und großindustrieller Infrastruktur mit Unmengen von Rohren und Kabeln.” Dutzende Menschen sollen darin arbeiten.

Dazu kommen mit „Simulation Science” oder „Virtual reality” die passenden Schlagwörter für neuartige Forschungsrichtungen und -möglichkeiten, die durch das erweiterte RZ möglich gemacht werden Ê- und das auch schon in naher Zukunft. Im November soll nämlich anstelle des Rohbaus mit Richtkranz der neue Stolz der RWTH fertig sein und den Betrieb aufnehmen.
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