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Der Campus beflügelt auch die Kultur

Von: gei
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Tagungen und Kongresse brauchen ein kulturelles Begleitprogramm, sagt Prorektor Günther Schuh.

Aachen. Die Kulturpolitiker der Stadt haben ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, mit neuen kulturellen Angeboten künftig die Belange der RWTH stärker berücksichtigen zu wollen.

Sie greifen damit eine Anregung von RWTH-Prorektor Günther Schuh auf, der für die Projektentwicklung des Campus Europa verantwortlich ist.

Im Kulturausschuss stellte Schuh das Großprojekt vor, das sich im Aachener Nordwesten vom Westbahnhof bis Melaten erstrecken wird und das Stadtbild gründlich verändern wird. Nicht zuletzt rechnet die Stadt mit dem Zuzug neuer Wissenschaftler, Studenten und weiterer Fachkräfte einschließlich ihrer Familien.

Unter anderem werde allen Prognosen zufolge auch das Kongress- und Tagungsgeschäft weiter boomen, wie Schuh ausführte. Auf dem Westbahnhofgelände unweit des Bendplatzes soll eigens eine neue Kongresshalle errichtet werden, um der Nachfrage gerecht zu werden. „Um das Projekt voranzubringen, brauchen wir ein größeres Kulturangebot”, sagte Schuh.

Um eine Stadt als Messe- und Kongressstandort auf Dauer attraktiv zu machen, müsse ein „adäquates Begleitprogramm” geschaffen werden. Dies führe zu höheren Teilnehmerzahlen, oft auch mit Partner. Profitieren würden somit beiden Seiten: Die Tagungsveranstalter und die jeweiligen Kultureinrichtungen.

Schuh fordert daher, Kongresse und kulturelle Events oder Festivals künftig stärker aufeinander abzustimmen - so wie es beispielsweise während der Weltreiterspiele gelungen ist. Eintrittskarten für Theater- oder Konzertbesuche könnten gleich im Paket mitverkauft werden.

„Gigantischer Schub”

Schon jetzt stehe die Stadt dafür zur Verfügung, erklärte Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs, der allerdings weniger von „Events” als von einem „anspruchsvollen Kulturprogramm” sprechen wollte. Abstimmungen im Veranstaltungsangebot oder bei den Öffnungszeiten seien kein Problem, „wir müssen es nur früh genug wissen”. Kulturdezernent Wolfgang Rombey sprach von einem „gigantischen Schub für die Stadt” durch den Campus. Auf diese Entwicklung werde man sich einstellen. „Wir wollen uns auch international profilieren.” In kultureller Hinsicht bedeute dies, dass neue Veranstaltungsräume gebaut und neue Festivalformate erarbeitet würden.

Die Kulturausschussvorsitzende Margarethe Schmeer erklärte, die Kulturpolitik sei in erster Linie für die Bürger der Region da, aber man werde die Ansprüche der Hochschule berücksichtigen. Neben den „Basics” sollten daher auch verstärkt kulturelle „Glanzpunkte” gesetzt werden.
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