Aachen - Das Super C wird zur „Stromtanke” für Roller

Das Super C wird zur „Stromtanke” für Roller

Von: Jan Mönch
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RWTH-Prorektor Günther Schuh, Umweltdezernentin Gisela Nacken und Stawag-Vorstand Christian Becker (von links) zeigen wie´s geht: So tanken künftig Elektrorollerfahrer ihr Gefährt auf. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Der bange Blick auf die Preistafel ist nicht inbegriffen. Und auch sonst kommt Aachens erste Elektrotankstelle mit wenig Zubehör aus.

Innerhalb von Stunden platzierten die Stadtwerke Aachen AG (Stawag) in Zusammenarbeit mit der Rheinisch-Westfälischen technischen Hochschule (RWTH) am Dienstag eine schmale Säule mit jeweils zwei Solarmodulen und Steckdosen vor dem Super C am Templergraben. Eröffnet wird die „Stromtanke” am kommenden Montag.

Zielgruppe sind Besitzer von Elektrorollern. „Im Gegensatz zu vierrädrigen Fahrzeugen gibt es die bereits serienmäßig”, weiß Stawag-Sprecherin Corinna Bürgerhausen, die davon ausgeht, dass auch die Politik das Umweltthema zunehmend fördern wird.

Umweltdezernentin Gisela Nacken (Grüne) jedenfalls gibt ihr recht: „Das ist ein wertvoller Beitrag zum Klima- und auch zum Lärmschutz in der Stadt”, sagt sie. Denn die Elektroroller bedeuteten nicht nur schadstofffreie, sondern auch geräuschlose Mobilität.

Was die Förderung betrifft, möchte die Stawag nicht hinten anstehen. Jeder Kunde, der sich eines der Zweiräder zulegt, bekommt eine bis Ende 2010 gültige Tankkarte. Als Zugabe gibt es sechs Monatskarten für die Aseag, alternativ eine Finanzprämie von 100 Euro. Wer bereits einen Elektroroller besitzt, erhält die Karte für schlappe 50 Euro - gültig für selbigen Zeitraum und an allen weiteren Stromzapfsäulen, die in absehbarer Zeit aufgestellt werden sollen.

„Als Standorte sind unter anderem die Eingangsbereiche von Parkhäusern unserer Konzernschwester Apag vorgesehen”, kündigen die Stawag-Vorstandsmitglieder Dr. Peter Asmuth und Dr. Christian Becker an.

Mit dem Standort Super C sollen indes gezielt Studenten angesprochen werden. Das Pendeln zwischen den weit über das Stadtgebiet verteilten Hochschulinstituten ist für viele nerviger Bestandteil des Alltags - die modernen Stadtflitzer könnten so eine interessante, weil auch kostenarme Fortbewegungsmöglichkeit darstellen.

Doch ohnehin ist die RWTH an der Forschung in Sachen Elektromotoren und -fahrzeugen beteiligt. 20 Roller sollen bei einem Feldversuch mit sogenannten Daten-Loggern versehen werden. „Die Auswertung gibt uns Aufschluss über das Lade- und Entladeverhalten der Batterien. Ein Knackpunkt bei der Weiterentwicklung der Elektromobilität”, sagt Professor Günther Schuh, Prorektor für Wirtschaft und Industrie.

Einzig was den Zeitaufwand für das Tanken angeht, befindet der Elektroroller sich gegenüber seinem benzinbetriebenen Vorbild klar im Nachteil: Ist die Batterie komplett leer gefahren, dauert das Laden vier bis acht Stunden.
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