Das Heizkraftwerk ist nicht ganz dicht

Von: Thorsten Karbach
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Steht in einer Reihe von Nachb
Steht in einer Reihe von Nachbesserungen an Hochschulgebäuden: An der Fassade des zu einem Hörsaalkomplex umgebauten ehemaligen Heizkraftwerk wurden Baumängel im Wert von rund 100.000 Euro festgestellt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Das ehemalige Heizkraftwerk der RWTH ist nicht ganz dicht. Und deswegen muss nachgebessert werden. Während die Studierenden in den beiden Vorlesungsräumen sitzen, stehen draußen die Bauleute an der Fassade und legen Hand an.

Gummidichtungen müssen nämlich neu eingezogen, Verschraubungen nachgezogen werden. Es handelt sich um Baumängel, die der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Bauherr nun beheben lassen muss. „Die Fassadenfirma hat leider unsachgemäß gearbeitet und weigert sich nun, die Schäden zu beheben”, erklärt Bernd Klass, Sprecher der Aachener BLB-Niederlassung. Nun ist ein neues Unternehmen beauftragt worden, die Mängel an der Fassade - die schon während des Baus nach einem Feuer Schaden genommen hatte - sollen nun aber binnen weniger Tage behoben sein.

Dichtungen und Schrauben

Dabei geht es um einen Schaden von rund 100.000 Euro an dem 8,7 Millionen Euro teuren Hochschulbau, bei dem Vorlesungsräume in das alte Heizkraftwerk von 1950 eingezogen wurden und alles mit einer besonderen, im Dunkeln illuminierten Aluminiumfassade verpackt wurde. Die defekten Dichtungen und mangelhaften Verschraubungen wurden bei der Bauabnahme festgestellt. „Wir haben den Betrag, den uns das Nachbessern nun kostet, von der Schlussrechnung einbehalten. Die Kosten gehen in so einem Fall zu Lasten des Auftragsnehmers”, erzählt Klass, im Baurecht handele es sich nun um eine sogenannte Ersatzvornahme. Die Bauarbeiter werden in diesen Tagen von der Bildfläche verschwinden, dann bleibt der Blick auf den architektonischen Lichtblick im Schatten des „Super C”.

Doch behoben sind dann noch längst nicht alle Baumängel. Auch im Innern müsse laut Klass nachgebessert werden. „Diese Mängel müssen wir aber außerhalb der Vorlesungszeit beseitigen”, sagt Klass. „Es wird keine Einschränkungen im laufenden Hochschulbetrieb geben.” Schließlich ist die RWTH, die sogar Kinosäle anmieten musste, auf jeden Vorlesungssaal angewiesen. Deswegen ist der Betrieb im „undichten” Heizkraftwerk weiter gelaufen, während der BLB eingriff.
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