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Campus Westbahnhof: Stadt plant vorgezogene Bürgerbeteiligung

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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Plausch vor dem ersten Spatenstich: Jürgen Rüttgers (von links) hielt viel Lob für die Hartnäckigkeit von Prof. Günther Schuh bereit, OB Marcel Philipp freute sich auf die bevorstehenden Ereignisse. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Günther Schuh sah man kurz vor dem ersten Spatenstich für den Campus Melaten deutlich an, dass er vor einem der wohl wichtigsten Momente seines Berufslebens stand. An der Seite von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gab der Professor am Donnerstag die Initialzündung für ein Megaprojekt.

Bis 2017 sollen auf rund 800.000 Quadratmetern Fläche 19 Forschungscluster auf dem Campus Melaten und den Campus Westbahnhof entstehen, ein Quantensprung für Aachen und die RWTH mit bis zu 10.000 neuen Arbeitsplätzen.

Was Rang und Namen in der Stadt hat, wohnte der außergewöhnliche Zeremonie am Ende des Seffenter Wegs bei. So auch Baudezernentin Gisela Nacken, die noch wenige Monate zuvor mit dem „Bebauungsplan Melaten” die Ampel für das Megaprojekt auf Grün gestellt hatte. Massive Einwendungen von Anwohner waren zuvor behandelt, allerdings nicht immer beseitigt worden.

Nacken sagte am Donnerstag zu den Ereignissen: „Das Ergebnis ist gelungen. Für die Zukunft von Aachen hat dieses Projekt einen hohen Wert. Ohne es bliebe Aachen einfach eine mittelgroße Stadt.” Die Baudezernentin wies noch einmal auf das nach ihrer Ansicht faire Planverfahren hin, das für die notwendigen Einschnitte in die Landschaft einen ausreichend Ausgleich gefunden habe.

Mit Blick auf den sich unmittelbar anschließenden Campus Westbahnhof kündigte Nacken bereits ab dem Sommer eine „vorgezogene Bürgerbeteiligung” an: „Das wird auf keinen Fall leichter, die Nähe zur Stadt schafft mehr Verkehrsprobleme.”

Richtig zufrieden zeigte sich am Donnerstag unter dem ersten blauen Frühlingshimmel der Chef des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW, Niederlassung Aachen, Harald K. Lange. „Die Ausschreibungen für die Erschließungen im Campus Melaten sind jetzt auf dem Markt, wir können loslegen”, freute sich der oberste Bauherr. Dem Liegenschaftsbetrieb gehört nämlich der Grund, auf dem der Foschungs-Campus erstellt wird.

Lange hielt eine Botschaft bereit, die ihm für das zügige Fortschreiten des Jahrhundertvorhabens äußerst wichtig schien: „Kein bauwilliges Unternehmen braucht bis zum Ende der Erschließungsmaßnahmen in etwa einem Jahr zu warten. Wer einen Hochbau errichten will, kann das bereits ab Mai tun. Dafür können wir problemlos sorgen”, richtete er eine Botschaft an kurzfristig entschlossene Bauwillige.

Für das Gebiet Westbahnhof bereite man zügig das Planverfahren mit einer vorgezogenen Bürgerbeteiligung vor, man wolle in zwei Jahren soweit sein wie jetzt auf Melaten. Auch Oberbürgermeister Marcel Philipp strahlte über beide Backen so schön wie die Sonne an diesem besonderen Tag: „Es ist einfach toll, dass wir endlich beginnen können.”

Mit Blick auf das Anschlussprojekt am Westbahnhof betonte auch Philipp, dass durch die Nähe zur Innenstadt die Probleme rund um den Verkehr eher größer werden könnten. Doch wie seine Baudezernentin war auch der OB bester Dinge angesichts eines Projekts, das Aachen in eine neue Epoche katapultieren soll.
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